Newsletter Akademien der Wissenschaften Schweiz

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Newsletter, März 2019

Swiss Science Briefing

Die «Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung» ist die Antwort der Schweiz auf die globalen «Sustainable Development Goals» (SDGs), die auch ein Kernstück der Strategie der Akademien der Wissenschaften Schweiz bilden. In diesem Bereich wollen wir in den nächsten Jahren nicht nur forschen, sondern auch die Ergebnisse unserer wissenschaftlichen Arbeit proaktiv in der Schweizer Gesellschaft vertreten.

Im Rahmen einer Veranstaltung der Schweizer Mission bei der EU und Swisscore konnten unsere Akademien in Brüssel diese Strategie mit anderen europäischen Akteuren (Europäische Kommission, Hochschulnetzwerke, usw.) diskutieren und dabei auch die besondere Rolle der Schweizer Wissenschaft als Säule der Europäischen Forschungslandschaft (European Research Area) hervorheben: Ja zum institutionellen Abkommen!

Weitere Informationen über «Agenda 2030»

Sportech2019 – Erwartungen übertroffen!

Nicht weniger als 155 Klassen mit insgesamt 3200 Schülerinnen und Schülern waren es, die sich vom 22. bis 25. Januar in Tenero (TI) mit Technik im Sport auseinandersetzten. Voller Neugier und Begeisterung bewegten sich die Lernenden zwischen den Ständen, wo sie unter anderem mittels interaktiv, spielerisch und didaktisch gestalteten Workshops neues Wissen erleben konnten.

Eine Woche lang profitierten die Teilnehmenden von einem abwechslungsreichen Tages- und Abendprogramm, das sich zusammensetzte aus verschiedenen Modulen zu Themen wie Cybathlon, Sportreportage, Fussballweltmeister und nicht zuletzt Einführung in die Kunst des Programmierens. Der Anlass, der von der SATW und der Fachhochschule der italienischen Schweiz (SUPSI) organisiert wird, feiert einen Riesenerfolg, die Besucherinnen und Besucher erschienen in grosser Zahl und kamen aus der ganzen Schweiz – und aus dem benachbarten Italien!

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JOINING FORCES FOR CHANGE – Call for contributions

Die «International Transdisciplinarity Conference» führt jedes Jahr Akteure aus verschiedenen Fach-, Wissenschafts- und Forschungsbereichen zusammen. Anhand von Beispielen aus der Praxis findet ein Austausch statt, bei dem die gesellschaftlichen Veränderungen, die durch grenzüberschreitende und/oder interdisziplinäre Zusammenarbeit begünstigt werden, im Vordergrund stehen.

Möchten auch Sie an dieser internationalen Konferenz mitwirken? Wenn ja, nehmen wir Ihre Bewerbung gerne bis spätestens 31.03. entgegen. Alle Wissenschafts- und Forschungsrichtungen sind in Göteborg willkommen. An Beiträgen von Forschenden und von interdisziplinären Teams sind wir besonders interessiert.

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Management des UNESCO Welterbes

Insgesamt zwölf UNESCO Welterbestätten gibt es in der Schweiz: neun für das Kultur- und drei für das Naturerbe. Wie gehen sie mit der Forderung für eine nachhaltige Entwicklung um? Seit der Einführung der globalen Richtlinien (2015) ist diese Frage zentral geworden. Aus diesem Grund berichtet und analysiert der Autor Peter B. Larsen in der Publikation «Sustainable Development and World Heritage Site Management in Switzerland: Perceptions and Priorities» der Reihe «swiss academies communications» eine Umfrage von Managern und Stakeholdern der Welterbestätten.

Anhand von Fallstudien zeigt Larsen, wie Entwicklungsfragen im Alltag des Managements eine wichtige Rolle spielen. Gut die Hälfte der Befragten berichten, wie der Anspruch ein Kultur- oder Naturerbe zu schützen und gleichzeitig die wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben Konfliktpotenzial haben. Dieser Bericht dient besonders auch als Grundlage für eine effektive Policy Diskussion.

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I trust science but… Call for participation – ScienceComm’19

Der Jahreskongress der Wissenschaftskommunikation findet am 19. und 20. September 2019 in Biel statt. ScienceComm vernetzt Schweizer Akteure der Wissenschaftskommunikation und stellt eine Plattform zur Verfügung für den fachlichen Austausch zwischen den drei Sprach- und Kulturregionen.

Im Zentrum der achten Ausgabe der ScienceComm stehen das Vertrauen in die Wissenschaft und deren Widersprüche in Bezug auf unser Leben. Haben auch Sie Beitragsvorschläge zu diesem Inhalt, die Sie in Form eines Proposals bis spätestens 10. März einreichen möchten? Wir sind besonders an aktuellen und gesellschaftlich kontroversen Themen der Wissenschaftskommunikation interessiert.

Link zu ScienceComm

Vertrauen & Wissenschaft

Das Diskussionspapier der All European Academies ALLEA vom Januar 2019 «Trust in Science and Changing Landscapes of Communication» thematisiert die digitale Transformation. Wie die Digitalisierung die Beziehungen zwischen Wissenschaft, Medien und Gesellschaft beeinflusst und vor neue Herausforderung stellt. Betont werden unter anderem auch die vielfältigen, zugleich limitierten Möglichkeiten der Wissenschaft für eine verbesserte Kommunikation.

Ohne Unterstützung der Politik werden die Bemühungen der Wissenschaften jedoch kaum wirkungsvoll sein. Deshalb endet die Publikation mit folgendem Appell: «Without supportive political flanking, measures to protect science and research from such threats and the readiness to fight political battles, all wellmeaning efforts might come to naught and look like bringing origami flowers to a machine-gun fight.»

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Studienausschreibung – «Roboter, Empathie und Emotionen»

Sie sind unterhaltsam, sehen aus wie Mensch und verfügen über künstliche Intelligenz. Mit dieser Intelligenz können sie auf Emotionen reagieren, haben Empathie und erscheinen uns als vertrauenswürdig. So sind sie, die Roboter von heute, mit ihren menschlichen Zügen. Welchen Einfluss haben Roboter auf uns? Was erwartet die Gesellschaft von diesen menschenähnlichen Maschinen? Sind Roboter etwa Spitzel und gar keine Vertraute?

Eine interdisziplinäre Studie der TA-SWISS (Stiftung für Technologiefolgen-Abschätzung) soll Klarheit darüber bringen, welche Chancen und Risiken von Robotern ausgehen, im Privaten, in Schulen und auch in Gesundheitseinrichtungen. Der Fokus der Studie liegt bei physischen Robotern – Sprachassistenten und Chatbots sind ausgenommen.

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Wasser der Alpen – Quellen für Konflikte

Das AlpenForum 2018 hat sich mit Fragen der Wassernutzung im Alpenraum und absehbarer zukünftiger Wasser-Nutzungskonflikte beschäftigt. Mit der sich verändernden Umwelt und dem Klimawandel, wie auch der erhöhten Nachfrage ist aus Nutzung und Management des Wassers ein brisantes Thema geworden. Das Forum suchte nach möglichen Lösungen zur Konfliktvermeidung.

Der Tagungsband zum AlpenForum 2018 und zur 7. Wasserkonferenz der Alpenkonvention ist online. Interessant sind beispielsweise die Ergebnisse des Mappings von Hotspots der Wassernutzung. Unter dem Titel «Handlungsbedarf zur Vermeidung zukünftiger, klima- und nachfragebedingter Wasser-Nutzungskonflikte im Alpenraum» sind alle Kernbotschaften an die Alpenkonvention als «Policy Brief» für zuständige Verwaltungseinheiten zusammengefasst.

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Anwendung der Forschungsergebnisse zum Wohle der Patientinnen und Patienten: Sind die Universitäten für ihre Schlüsselrolle gewappnet?

Die Daten zeigen, dass eine überwiegende Mehrheit neuer Arzneistoffe, die auf den Markt kommen, aus der Pharmaindustrie stammen. Es gibt jedoch auch eine Vielzahl neuer Technologien und Produkte, die im akademischen Umfeld entwickelt werden.

Diese Studie der SAMW beleuchtet die Erschwernisse, mit denen die translationale medizinische Forschung im Universitätsumfeld zu kämpfen hat – und sucht Antworten. Im Bericht werden quantitative und qualitative Methoden verknüpft und zudem Empfehlungen in Bezug darauf abgegeben, wie die Universitäten ihre Forschungsergebnisse in die medizinische Praxis übertragen könnten.

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TecNight Heerbrugg

Am 26. März 2019 findet an der Kantonsschule Heerbrugg die TecNight statt. Rund 40 Fachleute stellen vor, woran sie arbeiten, wie Technik unseren Alltag prägt und was der aktuelle Stand des Wissens ist. Die Fachleute stammen aus der Industrie und Forschung der Region und der ganzen Schweiz.

Um 19:00, 20:00 und 21:00 Uhr bieten 37 Referate vielseitige Einblicke: Von Photonics, Aviatik oder Brückenbau über Mikrochips, Robotik oder Nanotechnologie bis zu Biomedizin, Data Science und Plastikverschmutzung der Meere ist für alle etwas dabei. In drei Science Talks diskutieren zudem Schülerinnen und Schüler der Kanti mit Fachleuten ihrer Wahl. Und bereits ab 17:00 Uhr stehen im Eingangsbereich verschiedene Exponate zum Bestaunen und Ausprobieren bereit.
Die TecNight eignet sich für interessierte Personen ab 12 Jahren. Der Besuch ist kostenlos.

Zum Programm

Welt der Wissenschaft und berufliche Öffnung. Diskutieren Sie mit

2018 veröffentlichte die SAGW den Bericht «Next Generation: Für eine wirksame Nachwuchsförderung». Darin wurde die Frage aufgegriffen, welche Karrierewege für hochqualifizierte Fachkräfte offenstehen. Neben den klassischen Bereichen der Lehre und Forschung etabliert sich zunehmend ein drittes Feld, das zwischen Wissenschaft und Verwaltung angesiedelt ist. Die einschlägige Literatur bezeichnet es als «Third Space».

Am 22. März 2019 findet eine Diskussion über die Herausforderungen, die Gefahren und die Chancen von «Third Space» statt. Den Keynote-Vortrag hält die englische Bildungsforscherin Celia Whitchurch vom University College of London. Die Tagungssprache wird deshalb mehrheitlich Englisch sein, Diskussionsbeiträge in Deutsch oder Französisch sind selbstverständlich auch herzlich willkommen.

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Das grösste Wissensnetzwerk zur Landschaft

Zersiedelung, Rückgang der Landschaftsvielfalt und Biodiversität, vom Klimawandel gezeichnete Gebirgslandschaften – alles Szenarien, die sich empfindlich auf die Lebensqualität der Menschen auswirken. Zum nachhaltigen Schutz der Schweizer Landschaften ist ein Dialog zwischen Wissenschaft, Praxis, Politik und Gesellschaft gefordert: Aus diesem Grund bündelt die Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT) ab 2019 mit diversen Aktivitäten in einem neuen Forum für Landschaft, Alpen und Pärke das bisher grösste Schweizer Wissensnetzwerk.

«Die Schweiz ist für diesen Dialog prädestiniert da sie punkto Gebirgs- und Landschaftsforschung eine führende Rolle einnimmt», sagt Felix Kienast der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL. Das neue interakademische Forum fördert das Wissen zur Landschaft und zu landschaftsverändernden Prozessen und sucht den Dialog mit Politik und Gesellschaft.

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Zwang in der medizinischen Praxis

Mit Mitteln aus dem Käthe-Zingg-Schwichtenberg-Fonds unterstützt die SAMW Forschungsprojekte auf dem Gebiet der bio-medizinischen Ethik. Die Ausschreibung 2018 wurde zum Thema Zwang in der medizinischen Praxis durchgeführt. Insgesamt steht ein Betrag von CHF 250'000.– zur Verfügung, zur Unterstützung theoretischer und empirischer Forschungsvorhaben, die sich auf unterschiedlichste Weise mit dem Thema auseinandersetzen.

Aus 27 Eingaben wurden drei Projekte zur Förderung ausgewählt. Die Zentrale Ethikkommission der SAMW wird diese Projekte begleiten, und die Ergebnisse sollen bei der geplanten Evaluation der SAMW-Richtlinien «Zwangsmassnahmen in der Medizin» mitberücksichtigt werden.

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Neue Publikation – Internationale Kooperation und Vernetzung in den Geisteswissenschaften

Wissen kennt keine geografischen Grenzen und Wissenschaft zeichnet sich von jeher durch Internationalität aus. Wie manifestiert sich diese Tatsache innerhalb der Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften? Handelt es sich bei der Internationalität um ein Qualitätskriterium für die Forschung?

Mittels einer explorativen Studie liefert Marlene Iseli in «Internationale Kooperation und Vernetzung in den Geisteswissenschaften» Antworten auf genau diese Fragen, indem sie den Aspekt der Internationalität genau unter die Lupe nimmt. Die Schlüsse, die sie daraus zieht, liefern eine Momentaufnahme, die Anreiz gibt, die Thematik weiter zu vertiefen.

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Frauen schreiben über Frauen

Wikipedia – die Online-Enzyklopädie ist eine der grössten Internetseiten der Welt, die angeklickt, gelesen und redigiert wird. Sie liegt auf Platz fünf. Stand 15. Januar 2019: 49,3 Millionen Artikel in 300 Sprachen. Die Beiträge werden in einer Mehrautorenschaft von Freiwilligen geschrieben und ständig überarbeitet bzw. aktualisiert als sogenanntes kollaboratives Schreiben. Tatsache ist, dass die Autorenschaft von weissen Männern im mittleren Alter dominiert wird.

Das Verhältnis der Geschlechterverteilung wird besonders bei Biografie-Einträgen deutlich. In der Schweiz sind es rund 60 Frauen, über die es eine Eintragung gibt. Jetzt ist auch Angelika Kalt, Direktorin des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) auf der Liste. Eine verstärkte Frauenpräsenz soll sich weiter durchsetzen.

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Agenda

Science@Noon, Podiumsdiskussion: Frauen machen Karriere

08. März 2019, Haus der Akademien, Bern

#TecToday: #Drohnen – Spielzeug oder Game Change

14. März 2019, Zürich

Science@Noon, Wissenschaft zeigen (4): Mensch nach Mass – ein Dialogprojekt im Gespräch
Haus der Akademien

18. März 2019, Haus der Akademien, Bern

TecDay & TecNight

26. März 2019, Kantonsschule – Heerbrugg

Diskussion: Third Space – Lehre und Forschung als kollektive Leistung

22. März 2019, Hotel Ador, Laupenstrasse, Bern

Können und wollen wir uns personalisierte Gesundheit leisten?

27. März 2019, Basel

How to decarbonise road transport in Europe: Launch of European academy policy report

05. April 2019, Haus der Akademien, Bern

Nature's best friend: Können uns Spürhunde beim Erreichen der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (17 SDGs) helfen?

09. April 2019, Haus der Akademien, Bern

WSIS Forum 2019

8-12 April, Geneva



www.akademien-schweiz.ch

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz sind ein Verbund der vier wissenschaftlichen Akademien SCNAT, SAGW, SAMW und SATW sowie der Kompetenzzentren TA-SWISS und Science et Cité. Sie fördern den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und beraten Politik und Behörden.

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