Newsletter Akademien der Wissenschaften Schweiz

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Newsletter, Oktober 2018

Wettbewerb und Vernetzung in Europa

Spitzenforschung wird heute vor allem in Projekten betrieben, an denen diverse Institutionen aus verschiedenen Ländern mitwirken. Die Schweiz gilt als forschungs- und innovationsstarkes Land und ist daher auf den Austausch und die Kooperation mit anderen Ländern angewiesen. Durch die Beteiligung an den EU-Forschungsrahmenprogrammen partizipiert die Schweiz seit 1987 an dieser Entwicklung und muss sich in einer starken Konkurrenz erfolgreich behaupten. Durch Bildungs- und Forschungsstärke sichern wir uns seither unseren wirtschaftlichen Wohlstand.

Am 25. November 2018 entscheidet die Schweizer Stimmbevölkerung über die Selbstbestimmungsinitiative. Auch in Zukunft ist es den Akademien der Wissenschaften Schweiz ein grosses Anliegen, die Beteiligung am europäischen Rahmenprogramm zu sichern. Sie setzen sich klar für eine nachhaltige Regelung der Beziehungen mit der EU ein und lehnen daher die Initiative ab.

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ALLEA Generalversammlung 2019

Madame de Staël zählte zu den aussergewöhnlichsten Frauen des 19. Jahrhunderts. Die Genfer Bankierstochter konnte die Aufklärung mit allen Konsequenzen leben und wurde zur Gegnerin Napoleons. Als Intellektuelle legte sie den Grundstein für Literatursoziologie und vergleichende Literaturwissenschaft. Am 8. Mai 2019 wird im Kursaal Bern das Erbe «der Kaiserin des Geistes» neu aufleben. Im Rahmen der ALLEA Generalversammlung (8.-10. Mai) wird der «Madame de Staël Prize for Cultural Values» verliehen.

2019 feiern die All European Academies (ALLEA) zudem ihr 25-jähriges Bestehen. Antonio Loprieno, Präsident der ALLEA und Präsident der Akademien der Wissenschaft Schweiz, wird die Generalversammlung eröffnen. Das Symposium "Wissenschaftsgesellschaft Europa" bietet eine einzigartige Plattform: Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, europäische Entscheidungsträger, wie auch eine interessierte Öffentlichkeit werden gemeinsam dringende Fragen aus Wissenschaft und Gesellschaft diskutieren.

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«Island, unbegrenzt»

Im Rahmen von «Science at Noon» diskutieren Persönlichkeiten aus dem Netzwerk der Akademien wissenschaftliche Themen. In der Rubrik “Special” werden Menschen in das Haus der Akademien eingeladen, die sich nicht in den Wissenschaften bewegen, jedoch in einem bemerkenswerten Berufsfeld arbeiten. Am 6. November von 12.15 bis 13.00 Uhr wird der Journalist und Schriftsteller Joachim B. Schmidt über seine Wahlheimat Island berichten.

«Nun ist auch der Island-Herbst 2018 fast Geschichte. Schon letztes Wochenende wurden die Pässe, die aus Reykjavik führen, temporär gesperrt. Schneesturm!», schreibt Schmidt. «Somit rückt mein nächster Schweiz-Besuch in die Nähe.» «Island, unbegrenzt» – lautet der Titel seines Referates: Schmidt wird aus einer journalistischen Perspektive die Stromproduktion der Isländer analysieren und über «energetischen» Sinn und Unsinn des Inselvolkes berichten. Kommen Sie vorbei!

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Cyber-Souveränität mit Bundesrat Guy Parmelin

Zusammen mit dem Beirat Cyber-Defence des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), wollen die Akademien das Thema Cyber-Souveränität voranbringen. Dabei geht es um die Handlungsfähigkeit im Cyber-Raum und die Abhängigkeit von ausländischen Herstellern bei wichtigen Diensten.

Die zweite Ausgabe des Forums und der Abendveranstaltung «Cyber-Souveränität» fand am 19. September im Kursaal Bern statt. Rund 80 Personen waren im Verlauf des Tages anwesend. Höhepunkt des Anlasses war - wie im Vorjahr - die Rede von Bundesrat Guy Parmelin. Er wies darauf hin, dass die nötigen akademischen, institutionellen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Cyber-Sicherheit vorhanden wären und die Schweiz gut aufgestellt sei.

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Haben Sie Bedenken in Bezug auf den Schutz Ihrer Gesundheitsdaten?

Mit dem Dialogprojekt «Mensch nach Mass» laden die Akademien der Wissenschaften Schweiz die Bevölkerung zum Mitreden ein. Wenn Gentests das Risiko für einen Schlaganfall vorhersagen könnten, wären Sie an einem solchen Test interessiert? Würden Sie einen Gentest machen, wenn dieser die Voraussetzung wäre, um eine Zusatzversicherung bei Ihrer Krankenkasse abzuschliessen?

Bei den Antworten auf die obenstehenden Fragen geht es nicht um «richtig» oder «falsch», sondern darum, Meinungen, Hoffnungen und Ängste der Bevölkerung zum Thema personalisierte Gesundheit zu erfahren. Machen Sie bei diesem Dialogprojekt mit und sagen Sie uns Ihre Meinung.

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Konferenz Beyond impact factor, h-Index and university rankings

In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl der Wissenschaftler und wissenschaftlichen Einrichtungen, die um begrenzte Ressourcen konkurrieren, beispiellos gestiegen. Diese Entwicklung begünstigte die Etablierung quantitativer Metriken (z.B. Wirkungs- und Zitationsfaktoren oder institutionelle Rankings). Solche Messungen können versehentlich die Qualität der Wissenschaft untergraben.

An der Konferenz «Beyond impact factor, h-Index and university rankings: Evaluate science in more meaningful ways», vom 21. November im Kursaal Bern, werden Grenzen der aktuellen Metriken aufgezeigt und mögliche Bewertungssätze vorgestellt. Mitglieder der Akademien, des Schweizerischen Nationalfonds und der Schweizer Universitäten beleuchten an einem Diskussionstisch die langfristigen Auswirkungen auf die Schweizer Wissenschaftslandschaft. Anmeldeschluss ist der 15. November.

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Big Data und Open Data

Wie in allen Bereichen gibt die Digitalisierung auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften den Takt an: Schlüsselfaktoren sind der Zugang zu Daten und deren Wiederverwendung. Diese erfordern ihrerseits eine langfristige Sicherung, neue Methodologie, Regeln zur Verwertung sowie eine Definition von Standards und Formaten. Die Akademien setzen sich mit den genannten Fragen des Datenzugangs, sei es zu herkömmlichen Forschungsdaten oder zu Big Data, auseinander.

Im November stehen gleich zwei «Data»-Veranstaltungen auf dem Programm. Die erste Tagung findet am 2. November zum Thema «Geisteswissenschaftliche Forschungsplattformen in der Schweiz im Kontext von Open und FAIR Data» im Kursaal Bern statt. Eine Woche später, am 9. November im Hotel Kreuz Bern, erfahren Interessentinnen und Interessenten mehr zum Thema «Big Data in den Sozialwissenschaften – Herausforderungen und Chancen».

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Aufgefallen: Better Health Faster – Swiss Public Health Conference

Das Gesundheitssystem der Schweiz ist vorwiegend auf die Versorgung der Kranken ausgerichtet. Stetig ansteigende Krankenkassenprämien erweisen sich für die Menschen in der Schweiz als problematisch. Welchen Beitrag können die Sozialwissenschaften leisten, um eine an Gesundheit orientierte Politik zu fördern? Welches sind die Chancen und Herausforderungen einer solchen Sichtweise? Wie sind Handlungsempfehlungen praktisch umsetzbar?

Diese Fragen stehen im Zentrum der Swiss Public Health Conference vom 7. und 8. November in Neuenburg. Diskutieren Sie mit und treffen Sie dabei hochrangige Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie erfahrene Experten und Expertinnen.

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Prix Schläfli 2019: Jetzt bewerben!

Auch im kommenden Jahr vergibt die Schweizerische Akademie der Naturwissenschaften den Prix Schläfli für exzellente, wissenschaftliche Doktorarbeiten. Aus den Disziplinen Biologie, Chemie, Geowissenschaft und Physik werden erneut die vier besten Promotionen ausgezeichnet. Der Prix Schläfli ist einer der ältesten Wissenschaftsauszeichnungen in der Schweiz.

Die Bewerbungsdossiers können noch bis zum 31. Oktober mittels einem Online-Formular eingereicht werden. Nominiert werden können junge Talente, die an Schweizer Universitäten oder mit Schweizer Staatsangehörigkeit promoviert haben. Die Kandidaten und Kandidatinnen müssen ihre Doktorarbeit zwischen dem 1. November 2015 und dem 31. Oktober 2018 verteidigt haben.

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Rückblick: TecToday «Men vs. Machine»

Künstliche Intelligenz wirft die Frage auf, ob der Mensch dereinst «intelligente» Maschinen konstruieren wird, die ihm ebenbürtig oder gar überlegen sind. Dies ist keine bloss technische Frage, denn eine solche Entwicklung hat grosse gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Konsequenzen.

Am «TecToday: Man vs. Machine» vom 13. September trafen sich rund 120 Personen im Technopark Zürich. Vertreter und Vertreterinnen verschiedener Institutionen waren anwesend. Sie diskutierten gemeinsam über die Thematik und näherten sich diesen grossen Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven.

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Schweizer Wissenschaftspreis «Marcel Benoist»

Lars-Erik Cederman heisst der diesjährige Preisträger für den Wissenschaftspreis «Marcel Benoist». Der Professor für internationale Konfliktforschung der ETH Zürich hat mit theoretischer Innovation und empirischer Raffinesse überzeugt. Cedermans Erkenntnisse zur politischen Friedensbildung und zum Einbezug von ethnischen Minderheiten tragen dazu bei, die Ursachen von Konflikten besser zu verstehen und Lösungen zu finden. Unter anderem konnte er aufzeigen, dass regionale Autonomie für ethnische Minderheiten und ihr Einbezug in politische Entscheide für einen dauerhaften Frieden zentral sind.

Der Preis «Marcel Benoist» ist der renommierteste Wissenschaftspreis in der Schweiz und wird mit einem Preisgeld von 250'000 Franken dotiert. Seit 1920 werden jährlich Forschende ausgezeichnet, die einen Nutzen für das menschliche Leben und damit für die gesamte Gesellschaft beitragen.

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Frauen in Technik und Informatik - Potenzial nutzen

Erfahrungen in der MINT-Förderung von Mädchen und Frauen austauschen? Das können Sie an der Tagung vom 29. Januar 2019 in Bern, organisiert von der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften. Viele MINT-Berufe werden einseitig von einem Geschlecht gewählt. Dies gilt vor allem für Berufe in Technik und Informatik. Die Tagung bietet viel Gelegenheit, um sich auszutauschen. Sie startet mit Impulsen aus der Genderforschung. Anschliessend berichten Projektleiterinnen und Projektleiter von ihren praktischen Erfahrungen mit MINT-Initiativen für Mädchen und Frauen.

Die Tagung wird in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG durchgeführt. Sie richtet sich an Initianten von MINT-Projekten, Bildungsfachleute, Verantwortliche von ausserschulischen Lernorten sowie Branchenverbände und Organisationen, welche MINT-Projekte unterstützen.

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Nobelpreis für Medizin 2018 geht an einen Balzan Preisträger

James P. Allison ist ein erneuter Durchbruch gelungen. Der Wissenschaftler aus den Vereinigten Staaten gewinnt den diesjährigen Nobelpreis für Medizin, gemeinsam mit Tasuku Honjo. Die beiden Krebsforscher werden für die Erforschung von Therapien ausgezeichnet, bei denen das Immunsystem Krebszellen attackiert. James P. Allison hat bereits vor einem Jahr den Balzan Preis zusammen mit Robert Schreiber erhalten. Es ist das sechste Mal, dass einem Balzan Preisträger anschließend auch die renommierte Anerkennung der Nobelstiftung zu Teil wird.

Die Nobelpreise für Medizin, Physik und Chemie wurden in diesem Jahr in der ersten Oktoberwoche vergeben. Die Akademien der Wissenschaften Schweiz gratulieren den Preisträgerinnen und Preisträger herzlich für die hervorragenden Forschungsarbeiten.

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Beitrag Horizonte: Finden Sie das eklig?

Vergammelte Tomaten, Mais mit Insektenlarven oder angegrautes Fleisch. In der Regel sind wir von Dingen angeekelt, von denen wir glauben, dass sie uns krank machen können. Mit einer Reihe von Studien messen Forschende der ETH derzeit, wie Ekel das Essverhalten von Konsumentinnen und Konsumenten beeinflusst. Denn was wir auf dem Teller verschmähen oder mögen, hat weitreichende Konsequenzen – etwa für die Umwelt.

Über tausend Personen aus der Schweiz füllten im Rahmen der Studie Fragebögen aus. Zusätzlich liessen sich hundert Personen in einem Experiment beobachten: Sie bekamen unter anderem mit getrockneten Mehlwürmern garnierte Schokolade vorgesetzt – ein auf dem Markt erhältliches Produkt. Welche Erkenntnisse sind daraus entstanden? Diese können im vollständigen Artikel des Magazins Horizonte nachgelesen werden.

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Quiz Time – Science for Dummies

Hören Sie zu, denken Sie nach, und stellen Sie Fragen. Am 27. Oktober findet in der Bieler Altstadt die Nacht der 1000 Fragen statt. Das Fragefestival bringt die grossen Fragen des Lebens auf die Strasse. Kann ein Pinguin fliegen? Was unterscheidet echtes von falschem Lachen? Ist Bier vegan?! Das Kompetenzzentrum der Akademien der Wissenschaften Schweiz, Science et Cité, wird an diesem Festival vor Ort sein und organisiert ein unterhaltsames Pub Quiz für Kinder und Erwachsene.

Kommen Sie am 27. Oktober vorbei und testen Sie Ihr Wissen von 16.00 - 22.00 Uhr in der Crêperie Bach & Buck in Biel. Nähere Informationen und das vollständige Festivalprogramm finden Sie auf der Homepage der Veranstaltung.

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Agenda

Science@Noon: The EvoKE Project

16. Oktober 2018, Haus der Akademien, Bern

Medical-Humanities-Tagung: Die Macht des Geldes

25. Oktober 2018, Eventfabrik,
Bern

Science@Noon: Social Entrepreneurship

25. Oktober 2018, Haus der Akademien, Bern

#TecToday: Dr. KI – Arzt Ihres Vertrauens?

25. Oktober 2018, Careum Bildungszentrum, Zürich

Open Data and Data Management - Issues and Challenges

29. Oktober 2018, Kaserne Bern, Bern

Öffentliche Diskussion Think Tanks: Rolle und Einfluss in der Schweizer Politik

31. Oktober 2018, Bundeshaus,
Bern

Geisteswissenschaftliche Forschungsplattformen in der Schweiz im Kontext von Open und FAIR Data

02. November 2018, Kursaal, Bern

Science@Noon: ISLAND, UNBEGRENZT

06. November 2018, Haus der Akademien, Bern

Big Data in den Sozialwissenschaften – Herausforderungen und Chancen

09. November 2018, Hotel Kreuz, Bern

Personalisierte Gesundheit: Bin ich noch gesund oder schon krank?

14. November 2018, Sphères,
Zürich

Swiss Inter- and Transdisciplinarity Day 2018

15. November 2018, EPFL, Lausanne

Symposium «Interprofessionalität im Gesundheitssystem - Better Chronic Care»

27. November 2018, Kursaal, Bern



www.akademien-schweiz.ch

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz sind ein Verbund der vier wissenschaftlichen Akademien SCNAT, SAGW, SAMW und SATW sowie der Kompetenzzentren TA-SWISS und Science et Cité. Sie fördern den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und beraten Politik und Behörden.

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