Newsletter Akademien der Wissenschaften Schweiz

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Newsletter, August 2018

Science at Noon: Der Rosetta-Stein
Auslöser der modernen Ägyptologie

Wissen teilen, spannenden Menschen begegnen und Schnittstellen leben: Im Rahmen von «Science at Noon» diskutieren Akteure aus dem Netzwerk der Akademien der Wissenschaften regelmässig wissenschaftliche und wissenschaftspolitische Themen. Die Zuhörer können ihr eigenes Mittagessen mitnehmen und während dem Vortrag essen.

Am 28. August 2018 wird Prof. Antonio Loprieno, Präsident der Akademien der Wissenschaften Schweiz, in seinem spannenden Vortrag vom Rosetta-Stein erzählen. Der Rosseta-Stein gilt als einer der bedeutendsten archäologischen Funde der Geschichte und bis heute als Schlüssel zur Entzifferung der Hieroglyphen sowie Ausgangspunkt der modernen Ägyptologie.

Die Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Themen und Termine befinden sich auf der Webseite unter der Rubrik «Science at Noon».

Science at Noon

Swiss Inter- and Transdisciplinarity Day 2018

Die zentrale Frage dieses Tages ist, wie Digitalisierung nutzbringend für Partizipation, Co-Produktion von Wissen und inter-und transdisziplinäre Lehre eingesetzt werden kann. Konkrete Erfahrungen, Zukunftsvisionen, Chancen und Risiken werden in Präsentationen und Postern beleuchtet und in Workshops vertieft diskutiert.

Bis zum 31. August können Beiträge für Poster und Blitzpräsentationen eingereicht werden (an lydia.moreno@scnat.ch). Ab sofort ist auch die Anmeldung für den Anlass online geöffnet.

Der Anlass findet am 15. November 2018 an der EPFL in Lausanne statt. Organisiert wird dieser Tag von td-net der Akademien der Wissenschaften Schweiz zusammen mit der Fakultät Bau, Architektur und Umwelt (ENAC) an der EPFL in Lausanne.

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TecToday: Man vs Machine - Battle of Brains

Maschinen werden immer leistungsfähiger und übernehmen zunehmend Aufgaben, die bislang Menschen vorbehalten waren. Künstliche Intelligenz wirft die Frage auf, ob man jemals «intelligente» Maschinen konstruieren wird, die Menschen ebenbürtig oder gar überlegen sind. Können Menschen Bewusstsein entwickeln? Wie unterscheiden sich menschliche Gehirne und künstliche neuronale Netze? Mit welchen Konsequenzen – politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich – müssen Menschen rechnen, wenn Maschinen eines Tages die Oberhand gewinnen? Antworten auf diese Fragen können am 13. September 2018 im Technopark Zürich im Rahmen des Digital Festival aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert werden.

Die Veranstaltung ist kostenlos und Interessierte können sich bis zum 20. August anmelden.

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Der erste Schweizer Landschaftskongress

Die Landschaft befindet sich aufgrund der Digitalisierung, der globalen Erwärmung sowie der wirtschaftlichen oder demografischen Veränderungen im Wandel. Wie sieht die Schweiz morgen aus? Wie prägen Megatrends und Veränderungen im persönlichen Verhalten der Menschen die künftige Landschaft? Wer sind die zentralen Akteure der Landschaftsentwicklung? Welche Steuerungsinstrumente stehen zur Verfügung und welche sollten neu geschaffen werden? 

Am 23. und 24. August 2018 lädt der erste Schweizer Landschaftskongress des Forums Landschaft Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Praxis, Forschung und Lehre ein, um über diese Fragen zu diskutieren. Dabei geht es unter anderem um Identifizierung gemeinsamer Werte und Qualitäten, aber auch um Bruchstellen und Kontroversen.

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FEAM Conference: Precision Medicine and Personalized Health

Nach dem Erfolg der FEAM Conference 2016 findet die Konferenz der Federation of European Academies of Medicine 2018 erneut in der Schweiz statt. FEAM und die Gastgeberin SAMW laden am Freitag, 28. September 2018, zum europäischen Meeting unter dem Titel «Precision Medicine and Personalized Health» auf den Campus Biotech in Genf ein.

Nationale und internationale Expertinnen und Experten beleuchten das Gebiet der Personalisierten Gesundheit aus verschiedenen Blickwinkeln. Forschungsstand und klinische Anwendungen, nationale und internationale Netzwerke sind genauso im Fokus wie ethische, gesellschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen.

Programm und Anmeldung

TA-Swiss schreibt eine neue Studie aus:
Neue Anwendungen der DNA-Analyse

Aus der Erbsubstanz DNA können nicht nur Anhaltspunkte über Veranlagungen zu Krankheiten und zu verwandtschaftlichen Beziehungen herausgelesen werden. Mit Hilfe von Algorithmen lassen sich aus der DNA zum Beispiel auch Aussagen über äusserliche Merkmale herleiten wie Augen- und Haarfarbe und bereits ist die Rede vom Phantombild aus der Genprobe. Diese professionelle Anwendung der DNA-Analyse stösst auf grosses Interesse in der Rechtsmedizin und ist in einigen Ländern schon erlaubt. Immer mehr Menschen lassen «lifestyle-Gentests» machen, die via Internet oder in Apotheken frei erhältlich sind. Dies beispielsweise, um Ahnenforschung zu betreiben oder um ihre Ernährung gemäss genetischem Profil zu optimieren. In der interdisziplinären Studie sollen Chancen und Risiken neuer Anwendungen der DNA-Analyse abgeschätzt werden.

Der Eingabetermin für Offerten ist der 26. Oktober 2018.

Ausschreibungstext und Ausschreibungsunterlagen

Die Akademien am «Salon Planète Santé live»

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz beteiligen sich erstmals am diesjährigen Salon Planète Santé live. Diese öffentliche Grossveranstaltung rund um die Gesundheit findet vom 4. bis 7. Oktober 2018 im Genfer Palexpo statt.

Am Freitag, 5. Oktober, von 13:30 Uhr bis 16:30 Uhr, laden die Akademien die interessierte Öffentlichkeit zu einem Diskurs über das Gesundheitssystem ein. Welches sind neue Möglichkeiten in der Pflege, im Umgang mit einer Krankheit oder am Lebensende – und wie wird all das finanziert?

Am Sonntag, 7. Oktober, von 14 bis 16 Uhr diskutieren die Akademien über künstliche Intelligenz (KI) in der Medizin. Was genau ist KI? Ist sie vertrauenswürdig? Wie wird sich KI auf die medizinische Praxis, die Rolle des Arztes und seine Beziehung zu Patienten auswirken?

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Jahrestreffen des WHO-Kooperationszentrums mit dem Netzwerk „Ageing Society"

Am 2. und 3. Juli trafen sich rund 30 Expertinnen und Experten des WHO-Kooperationszentrums und Mitglieder des Netzwerks «Ageing Society» im Haus der Akademien in Bern. Gemeinsam erstellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Arbeitsplan für den Zeitraum von 2018 bis 2020. Im Rahmen von Workshops erarbeiteten sie zudem eine internationale Studie, die den Basisbericht für das Jahrzehnt des gesunden Alterns 2020 bis 2030 liefern soll.

Das Thema «Ageing Society» ist ein Schwerpunkt der Akademien der Wissenschaften und wird von der Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften betreut.

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Cybersecurity: Bundesrat verstärkt seine Anstrengungen

Im Juli hat der Bundesrat Grundsatzentscheide zum Aufbau eines Kompetenzzentrums Cybersicherheit gefällt. Das Advisory Board Cybersecurity der Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) begrüsst die Entscheide zum Aufbau eines Kompetenzzentrums, zur Einrichtung eines Ausschusses mit Vorstehern des EFD, VBS und EJPD sowie zur Einsetzung einer Mrs. bzw. Mr. Cyber. Die geplanten Massnahmen reichen jedoch angesichts der sich stetig weiterentwickelnden Bedrohungslage nicht weit genug, betont das Gremium. Dieses hat deshalb in einem offenen Brief an Bundespräsident Alain Berset eine Reihe von ergänzenden Massnahmen gefordert.

Zum offenen Brief

Die Global Young Academy sucht neue Mitglieder für 2019!

Gesucht werden junge, unabhängige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, welche in der Spitzenforschung aktiv sind und sich in ihrer Forschungstätigkeit auch auf die sozialen Auswirkungen fokussieren. Die Global Young Academy legt hohen Wert auf Diversität. Anmelden können sich alle. Dabei sind Merkmale wie die Nationalität, das Geschlecht, die ethnische Herkunft sowie die psychische und physische Verfassung usw. völlig irrelevant. Besonders willkommen sind Bewerbungen von Frauen, Minderheitengruppen, Sozial-, Kunst- und GeisteswissenschaftlerInnen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Politik, Wirtschaft und NGOs.
 
Sie können sich bis zum 15. September 2018 bewerben!

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Und die Fields Medaille geht an...

Alessio Figalli, der 34-jährige Professor für Mathematik an der ETH Zürich, wurde am Internationalen Mathematiker-Kongress 2018 für seine herausragende Leistung mit der Fields-Medaille geehrt.
Was für die einen der Nobelpreis in Naturwissenschaften ist, ist für andere die Fields Medaille in der Mathematik. Die Medaille gilt als die wichtigste Anerkennung in dieser Disziplin. Professor Figallis wissenschaftliche Erkenntnisse bekommen durch eine breite Anwendung in verschiedenen Fachgebieten eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung.

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz gratuliert Alessio Figalli herzlich für diese höchst ehrenvolle Auszeichnung und spendet dem Preisträger mehr als nur einen kräftigen Applaus.

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Neue Staatssekretärin der SBFI

Der Bundesrat hat im Juli 2018 Martina Hirayama zur neuen Staatssekretärin des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) ernannt. Sie wird am 1. Januar 2019 die Nachfolge von Mauro Dell’Ambrogio antreten. Mit breitem Erfahrungsschatz in Forschung, Lehre, Unternehmertum, Management und Verwaltung bringt sie beste Voraussetzungen für die Führung des SBFI mit.


Die Akademien der Wissenschaften Schweiz freuen sich, dass Professor Martina Hirayama als Staatssekretärin die Bereiche Bildung, Forschung und Innovation in unserem Land steuern wird. Sie bringt einen breiten Erfahrungsschatz in Forschung, Lehre und Management mit und ist als Mitglied der SATW (bis 2017 im Vorstand) unseren Akademien sehr verbunden.

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Dominik Bach erhält den Robert-Bing-Preis 2018 für neurologische Wissenschaften

Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) schreibt alle zwei Jahre den Robert-Bing-Preis aus, der jüngere Forschende für herausragende Leistungen im Bereich der Neurowissenschaften würdigt. Den diesjährigen Preis in Höhe von 50'000 Franken erhält Dominik Bach, Professor und Arzt an der Universität Zürich, für seine Pionierarbeiten zu neurologischen Mechanismen bei Angststörungen und traumatischen Erinnerungen.

Medienmitteilung

Hitzewelle treibt Ozon-Werte in die Höhe

Die hohen Temperaturen machen Menschen, Tiere und Pflanzen zu schaffen. Die Trockenheit setzt auch der Schweiz stark zu: Laut MeteoSchweiz erlebte die Schweiz die niederschlagärmste April-Juli-Periode seit fast 100 Jahren. Anhaltende, warme Schönwetterlagen führen zu hohen Ozonwerten. Trotz erfolgreicher Luftreinhaltemassnahmen haben diese Werte in der Schweiz nur wenig abgenommen. Mit dem Klimawandel dürften heisse Sommer wie 2003 und 2015 künftig häufiger auftreten und das Ozonproblem erneut verschärfen, schreiben die Akademien der Wissenschaften Schweiz im 2016 veröffentlichten Factsheet. Dieses beschreibt die Belastung mit Ozon und Sommersmog in der Schweiz und deren Entwicklung in den vergangenen Jahren.

Zum Factsheet

Aufgefallen:
Wissenschaftstagung in Frauenfeld

Am 13. September 2018 organisiert das Historische Museum Thurgau in Frauenfeld eine Wissenschaftstagung zum Thema «Arbeit, Geschlecht und Migration. Wirtschaftsgeschichte «gerecht» ausstellen – wie geht das?».

Die Tagung des Historischen Museums Thurgau zur Sonderausstellung «Schreck & Schraube. Weltindustrie im Thurgau» legt den Fokus auf die in der Industriegeschichtsschreibung wenig beachteten Menschen und stellt die Frage, wie diese «gerecht» repräsentiert werden können.

Die Tagung ist öffentlich, kostenlos und die Anmeldung erfolgt online über die Museums-Website.

Zur Anmeldung

Implementation of the SDGs

Am 3. September um 17:00 Uhr wird Tracey Elliott von InterAcademy Partnershop IAP Einblick in Ihre Erfahrungen als internationale Koordinatorin im Bereich SDGs geben. Sie leitet das Projekt „Improving Scientific Input to global Policymaking”. Im Anschluss an ihr Referat besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen zu diskutieren.

Das Projekt der IAP startete im Jahr 2016 und hat zum Ziel, insbesondere die Wissenschaft auf internationaler Ebene für Nachhaltigkeitsziele bzw. Sustainable Development Goals (SDGs) zu sensibilisieren und die Akademien zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele stärker einzubeziehen. Die Förderung der Zusammenarbeit und Übernahme bewährter Praktiken zwischen Organisationen stehen im Vordergrund.

In der ersten Septemberwoche treffen sich wichtige Persönlichkeiten der IAP zu Arbeitssitzungen und Austausch im Haus der Akademien.

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Das Südpolarmeer und Latte Macchiato

Alexander Haumann, Preisträger des Prix de Quervain 2018, zeigte in seiner Dissertation ein erstaunliches Phänomen: das Meereis im Südpolarmeer hat über die letzten Jahrzehnte zugenommen. Im Winter bildet sich im Kontinent durch starke Winde ein Eisteppich, welcher dann über Tausende von Kilometern nach Norden transportiert wird. Im Norden schmilzt das Eis ab, wodurch sich an der Oberfläche eine Schicht aus relativ leichtem Wasser mit geringem Salzgehalt bildet, sogenanntes Süsswasser. Da Süsswasser leichter ist als Salzwasser, bleibt es relativ stabil an der Wasseroberfläche. Die Schichtenunterschiede im Ozean vergleicht Haumann mit Latte Macchiato: Oben schwimmt das Süsswasser wie der Milchschaum von Latte Macchiato und das salzhaltige, schwere Wasser im tiefen Ozean ist vergleichbar mit der Unterschicht des Milchkaffees im Latte Macchiato.

Zum Interview

Agenda

1. Schweizer Landschaftskongress

23.–24. August 2018, Messe Luzern, Luzern

SPS Annual Meeting

28–31 August 2018, EPFL, Lausanne

Smart City Day 2018

13. September 2018
Fribourg

Euro-CASE 2018: How AI will shape our future

24. September 2018
Swiss Re Centre for Global Dialogue, Rüschlikon ZH

Summer School in Precision Medicine & Personalised Health

24.–27. September 2018, Genf

Precision Medicine and Personalized Health

28. September 2018 | Campus Biotech, Genf

Geisteswissenschaftliche Forschungsplattformen in der Schweiz im Kontext von Open und FAIR Data

02. November 2018
Kursaal Bern

Big Data in den Sozialwissenschaften – Herausforderungen und Chancen

09. November 2018
Hotel Kreuz, Bern



www.akademien-schweiz.ch

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz sind ein Verbund der vier wissenschaftlichen Akademien SCNAT, SAGW, SAMW und SATW sowie der Kompetenzzentren TA-SWISS und Science et Cité. Sie fördern den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und beraten Politik und Behörden.

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