Newsletter Akademien der Wissenschaften Schweiz

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Newsletter, April 2018

Bundesrat Ignazio Cassis – Rolle der Schweiz in der digitalen Gouvernanz

Bundesrat Ignazio Cassis trat am 12. April als Ehrengast an der #digitale21 in Lugano auf und regte mit seiner Ansprache das Publikum zum Denken an. «Die Schweiz muss ein fruchtbarer Boden für Innovation bleiben», so der schweizerische Aussenminister und beurteilte die zukünftige Stellung der Schweiz in der Digitalisierungsfrage als überaus positiv. Gerade im Bereich Digitaler Gouvernanz könnte die Schweiz eine führende Rolle als internationale Plattform übernehmen – dies sei sein Traum als Aussenminister. Dank der Zusammenarbeit der Hochschulen und auch dem international ausgerichteten Genf mit dem UNO-Sitz sowie weiteren dort ansässigen internationalen Organisationen könne dieser Traum Realität werden. Dabei würdigte er auch die Pionierfunktion des Dalle-Molle-Forschungsinstituts für Künstliche Intelligenz im Tessin (IDSIA). Die Schweiz habe somit in jeglicher Hinsicht alle nötigen Kompetenzen, um weiterhin an der Weltspitze zu sein und kann zudem eine führende Rolle in der Entwicklung und Anwendung der Digitalisierung einnehmen.

Gesamte Rede des Bundesrates auf EDA

#digitale21 ­– spannender Anlass mit interessanten und interessierten Gästen

Vom 11. bis 13. April fand in Lugano das Symposium #digitale21 statt. Organisiert wurde der Anlass von den Akademien der Wissenschaften Schweiz zusammen mit der SUPSI, USI und EHB. Zahlreiche Gäste aus diversen Fachbereichen fanden sich am Symposium ein, um über die Effekte der Digitalisierung auf Lehre, Bildung und Arbeit zu diskutieren. Neben anregenden Paneldiskussionen und Referaten wurden in vier Breakout-Sessions der Einfluss der Digitalisierung auf die Bildung, Gesellschaft, Wirtschaft sowie auf die Kreativität diskutiert. Die in den Sessions erarbeiteten Handlungsempfehlungen werden im Mai Bundesrat Johann Schneider-Ammann mit Blick auf die Digitalisierungsstrategie präsentiert.

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Die offizielle Balzan Lecture von Preisträger Federico Capasso

Die Annual Balzan Lecture mit dem Titel „Cascade lasers and flat optics for the 21st century“ hielt Federico Capasso am 12. April im Rahmen der #digitale21. In seinem Vortrag stellte Professor Capasso der interessierten Öffentlichkeit seinen Quantum Cascade Laser vor, für den er 2016 im Bereich der angewandten Photonik den Balzan Preis erhalten hat. Der revolutionäre Laser findet dank seiner ausgesprochen präzisen Analyse von kleinsten Molekülen, Anwendungen in der Erkennung von chemischen Substanzen bei Chemiekatastrophen bis hin zur Klimaforschung. Zudem führte der Harvard Professor das Publikum in seine innovative Herangehensweise im Bereich der klassischen Optik ein. Die Strukturen flacher Linsen sind kleiner als die Wellenlängen des Lichts und können anhand direkter Anwendungen der Nanotechnologie entwickelt werden. Diese bahnbrechende Entdeckung stellt die bisher gültigen Gesetze der klassischen Optik auf den Kopf. Sie revolutioniert die Unterhaltungselektronik und findet ebenfalls Anwendung in der Medizin sowie Astrophysik. Dank seinem interdisziplinären Ansatz in Forschung und Arbeit, ist er nicht nur einer der wichtigsten Experten in der Photonik und Optik des 21. Jahrhunderts, sondern legt mit seinem „neuen Lernmodell“ auch moderne Wege der Unterrichtsführung vor. Zusammen mit seinem Kollegen Eric Mazur von der Harvard University hat er das Modell des aktiven Lernens entwickelt. Das Prinzip sei sehr einfach und äusserst effizient – „learning by doing“ – verlange jedoch ein Umdenken der Dozenten und ersetze somit den klassischen Frontalunterricht.

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Feierliche Verabschiedung von Präsident Maurice Campagna

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz verabschiedeten Ende April ihren Präsidenten Maurice Campagna. Im Laufe seines Vorsitzes hat er einiges bewegt: Er lancierte neue strategische Themen, unter seiner Leitung wurden neue Statuten verabschiedet und dank seiner breiten Erfahrung und seines grossen Netzwerks im akademischen, politischen und wirtschaftlichen Umfeld konnte er die fachübergreifende Zusammenarbeit der Akademien fördern und weiter stärken. Während seines Amtes hat er sich stets für eine stärkere Einheit der Akademien eingesetzt. Er wurde an der #digitale21 feierlich verabschiedet und wird das Präsidium auf den 1. Mai an Prof. Antonio Loprieno weitergeben.

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Einladung zur internationalen Citizen Science Konferenz

Vom 3. bis 5. Juni 2018 findet in Genf die zweite internationale Citizen Science Konferenz statt. Im Rahmen von Citizen Science beteiligen sich Personen aus der Bevölkerung an der Beobachtung, Beschreibung und Erforschung wissenschaftlicher Themen. Der Auftakt der Konferenz ist ein öffentliches Festival für Jung und Alt: Die Besucherinnen und Besucher können die vielfältigen und faszinierenden Facetten von Citizen Science kennenlernen. Eine Vertiefung in Citizen Science ist nicht nur für Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für Forschende, Museen, NGOs und Unternehmungen im Rahmen der anschliessenden Konferenz möglich: Es gibt Beiträge und Workshops aus der ganzen Welt. Organisiert wird die Konferenz von der Stiftung Science et Cité.

Sie können sich bis zum 22.5.2018 anmelden. Folgen Sie uns auf #ECSA2018!

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Drei Nachwuchsforschende im Bereich Klima und Globaler Wandel ausgezeichnet

Unter dem Motto «30 Jahre ProClim» fand am 19. April 2018 in Bern der «19th Swiss Global Change Day» des Forums für Klima und globale Umweltveränderungen der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) statt. Expertinnen und Experten stellten dort Forschungshighlights zu Klima und Globalem Wandel vor, während Nachwuchsforschende ihre Forschungsresultate in einer Posterausstellung präsentierten. Drei Poster wurden mit einem Preis im Wert von je 1’000 Franken honoriert: Elisa Lovecchio von der ETH Zürich, Sandra Brugger von der Universität Bern sowie Martin Sigl vom Paul Scherrer Institut (PSI) gingen als Gewinner hervor.

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Junge Akademien aus über 20 Ländern treffen sich in Amsterdam

Im Rahmen eines zweitägigen Kongresses finden sich jährlich sämtliche europäischen Jungen Akademien zusammen, um Fortschritte, Ereignisse und Aktivitäten in den jeweiligen Akademien zu diskutieren. Gastgeber des diesjährigen Kongresses war die niederländische „Jonge Akademie“. Zu diesem Anlass wurden vom 23. bis 24. März junge Akademien aus Europa sowie aus den globalen Organisationen eingeladen, darunter auch die Akademien der Wissenschaften Schweiz, deren Gründung einer Jungen Akademie noch in den Kinderschuhen steckt. Neben aufschlussreichen Präsentationen, gab es zahlreiche Gelegenheiten bei denen die Teilnehmenden Ideen austauschen, Netzwerke bilden und aktuelle Themen besprechen konnten. Der Besuch war lehrreich und verhalf zu konstruktiven Ideen sowie Zusammenschlüssen, die für die Gründung einer schweizerischen jungen Akademie unabdingbar sind.

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Studie zeigt eine herausragende Bilanz der Wasserkraft

Unter den in der Schweiz eingesetzten Verfahren zur Stromproduktion schneidet die Wasserkraft bezüglich Gesamtenergiebilanz deutlich am besten ab. Deshalb sollte die Wasserkraft unbedingt als der wichtigste Pfeiler der schweizerischen Stromversorgung erhalten bleiben. Zu diesem Schluss kommen die Fachleute der Professur für Energiepolitik an der ETH Zürich im Rahmen einer Studie, welche von der SATW beauftragt wurde. So wurde erstmals in der Schweiz die Gesamtenergiebilanz der wichtigsten Formen der Stromerzeugung nach einer einheitlichen Methodik analysiert.

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Schweizer Wissenschaftspreis Marcel Benoist 2018: Jetzt Vorschläge einreichen!

Jedes Jahr vergibt die Marcel Benoist Stiftung den Schweizer Wissenschaftspreis für herausragende, originelle und innovative Forschung, die für das menschliche Leben von Bedeutung ist. Dieses Jahr ist der Schweizerische Nationalfond (SNF) für die Wahl der Preisträgerin oder des Preisträgers zuständig. Neu steht die Nomination der erweiterten Forschungsgemeinschaft offen: Damit der Preis die breite Forschungslandschaft abbildet, wechselt er ab 2018 jährlich zwischen den Fachgebieten Geistes- und Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften und Biologie/Medizin. Entsprechend geht er in diesem Jahr an eine Forscherin oder einen Forscher aus den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Die Nominationen müssen bis zum 11. Mai 2018 vollständig ausgefüllt und eingereicht werden.

Link zum Nominationsformular

Fast Forward Science – Webvideo-Wettbewerb für die Wissenschaft

Sich für Forschung begeistern, Videos produzieren und Wissenschaft kommunizieren: Fast Forward Science, der Webvideo-Wettbewerb für die Wissenschaft, zelebriert Videos, die sich mit Wissenschaft, Forschung und Zukunft auseinandersetzen. Gesucht sind bis zum 30. Juni 2018 die besten Wissenschaftsvideos im Netz. Am Wettbewerb teilnehmen können alle: Studierende, Forscherinnen und Forscher, Kommunikatoren, an Naturwissenschaft sowie Wissenschaft Interessierte usw.

Der Wettbewerb ist insgesamt mit 21'000 Euro dotiert. Die Gewinnerin bzw. der Gewinner kann am 11. Forum Wissenschaftskommunikation Bonn teilnehmen. Es findet dort die Preisverleihung statt und es werden Ausschnitte der Gewinners-Videos gezeigt. Fast Forward Science ist ein gemeinsames Projekt von Wissenschaft im Dialog und dem Stifterverband.

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Agenda

Autonomie und Digitalisierung:
Ein neues Kapitel für die Selbstbestimmung in der Medizin?

15. Juni 2018, Inselspital, Bern

POLAR2018

15.–26. Juni 2018, Davos Congress, Davos

1. Schweizer Landschaftskongress

23.–24. August 2018, Messe Luzern, Luzern

SPS Annual Meeting

28–31 August 2018, EPFL, Lausanne

Summer School in Precision Medicine & Personalised Health

24.–27. September 2018, Genf

Precision Medicine and Personalized Health

28. September 2018 | Campus Biotech, Genf



www.akademien-schweiz.ch

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz sind ein Verbund der vier wissenschaftlichen Akademien SCNAT, SAGW, SAMW und SATW sowie der Kompetenzzentren TA-SWISS und Science et Cité. Sie fördern den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und beraten Politik und Behörden.

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