Newsletter Akademien der Wissenschaften Schweiz

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Newsletter, Januar 2018

Annäherung der Forschung in Wirtschaft und Hochschulen

Dem wechselseitigen Wissenstransfer zwischen der akademischen Welt und der forschenden Wirtschaft kommt heute eine zentrale Bedeutung für die Entstehung grundlegender Innovationen zu – dies betonte Staatssekretär Mauro Dell’Ambrogio anlässlich der Jubiläumsfeier «50 Jahre ABB Forschung». Das ABB-Forschungszentrum gelte hierfür als Musterbeispiel, betreibt es doch seit 50 Jahren Spitzenforschung für viele innovative Technologien. Maurice Campagna, Präsident der Akademien der Wissenschaften Schweiz, hat in seiner Zeit bei der ABB deren Forschung nach den Bedürfnissen der jeweiligen Geschäftsbereiche ausgerichtet. Heute existieren mehrere Forschungszentren in der Schweiz und im Ausland, welche auch als Sprungbrett für akademische Karrieren dienen. Immer mehr gibt es einen kontinuierlichen Dialog zwischen Wirtschaft und Hochschulen.

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#digitale21
Auswirkungen der Digitalisierung auf Bildung, Lehre und Arbeit im 21. Jahrhundert

Die Welt im digitalen Umbruch: In einer Zeit, in der Maschinen mehr und mehr Tätigkeiten von Menschen übernehmen, stellt sich zunehmend die Frage, was wir tun können, damit die Arbeitskräfte in der Schweiz für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerüstet sind. Dazu braucht es einen kreativen, inter- und transdisziplinären Dialog, bei dem Akteurinnen und Akteure aus Bildung, Forschung, Innovation und Wirtschaft gefragt sind. Die Akademien der Wissenschaften Schweiz laden deshalb zum Symposium «#digitale21 – Auswirkungen der Digitalisierung auf Bildung, Lehre und Arbeit im 21. Jahrhundert» vom 11. bis 13. April 2018 in Lugano ein. Ziel ist ein inspirierender und reflektierter Austausch darüber, wie wir gemeinsam die Agilität im ganzen Bildungssystem zur Entfaltung bringen können. Zudem möchten wir gemeinsam Empfehlungen erarbeiten. Be part of the dialogue: #digitale21.

Weitere Informationen und Anmeldung

No-Billag-Initiative
Konsequenzen für die Wissenschaft

Die Schweiz stimmt am 4. März 2018 über die No-Billag-Initiative ab. Diese verlangt eine Abschaffung der öffentlichen Finanzierung von Radio- und Fernsehgebühren und streicht den Bildungsauftrag aus der Verfassung. Eine Annahme der Initiative hätte weitreichende Folgen für die gesamte Gesellschaft, auch für die Wissenschaft. Die Akademien der Wissenschaften Schweiz haben in Zusammenarbeit mit Medienexpertinnen und -experten die fünf wichtigsten Konsequenzen für die Wissenschaft zusammengefasst.

Stellungnahme No-Billag im Detail (PDF)

Die Akademien zu Gast bei der Museumsnacht

Am 16. März 2018 ab 18 Uhr öffnet das Haus der Akademien seine Tore für die Öffentlichkeit: Die Akademien beteiligen sich erstmalig als Gast an der Museumsnacht Bern. Unter dem Motto «Tête-à-tête mit der Wissenschaft» stehen Forschende unter anderem beim Science Speed Dating oder Science (Poetry) Slam den Besucherinnen und Besuchern Rede und Antwort. Tickets für die Museumsnacht sind im Haus der Akademien und an diversen Vorverkaufsstellen erhältlich und kosten für Erwachsene 25 Franken. Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre gibt es das MINI-Ticket gratis. Im Ticket inbegriffen sind die Eintritte in alle beteiligten Institutionen und die Benutzung von Shuttle-Linien und ÖV in den Zonen 100/101 ab 17 Uhr bis Betriebsschluss.

Programm und weitere Vorverkaufsstellen

Sustainable Development Goals (SDGs):
The Contribution of Science

«No one should be left behind – Keiner soll zurückgelassen werden», betonte Prof. Thomas Zeltner – Mitglied des Vorstandes der Akademien der Wissenschaften Schweiz und Vizepräsident der Schweizerischen UNESCO-Kommission – an der SDG-Konferenz vom 22. Januar 2018 im Kursaal Bern. Was sind die SDGs und welche Beiträge zur Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung liefern sie? Antworten auf diese Fragen sollen in den nächsten zwei Jahren alle in der Schweiz erhalten. Referentinnen und Referenten aus diversen wissenschaftlichen Disziplinen zeigten Herausforderungen und mögliche Beiträge auf. Die Hauptbotschaften der Veranstaltung waren klar: Mit dem vorhandenen Wissen soll jetzt gehandelt werden und es braucht den Einsatz von allen.

Tagungsunterlagen

Die Landschaft mitgestalten

Der 1. Schweizer Landschaftskongress des Forums Landschaft am 23. und 24. August 2018 in Luzern bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Praxis, Forschung und Lehre zusammen, um sich über die vielschichtigen Fragestellungen, die unseren Lebensraum betreffen, auszutauschen. Die Veranstaltung hat zum Ziel, gemeinsame Werte und Qualitäten, aber auch Bruchstellen und Kontroversen aufzudecken und eine fruchtbare Debatte zur Weiterentwicklung der Landschaft anzustossen.

Weitere Informationen

Tagung «Gewalt gegen Frauen in der Schweiz»

Die UNO erkennt in den Geschlechterungleichheiten eines der grössten Hindernisse für das ökonomische Wachstum, die nachhaltige Entwicklung und die Armutsbekämpfung. Die Bekämpfung von Gewalt und schädlichen Praktiken gegen Frauen und Mädchen wurden in die Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung aufgenommen. Auch in der Schweiz besteht Handlungsbedarf: Die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) diskutiert an ihrer Tagung «Gewalt gegen Frauen in der Schweiz – von hier aus, wohin?» am 15. Februar 2018 in Freiburg über häusliche Gewalt, Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung sowie über Genitalverstümmelung und Zwangsheirat stellt die Forderung nach einer soliden Politik und durchsetzbaren Rechtsvorschriften ins Zentrum.

Weitere Informationen und Anmeldung

Ausschreibung: Förderpreis für junge Polarforschende

Nachwuchsforschende auf dem Gebiet der Polar- und Höhenforschung aufgepasst: Die Ausschreibung für den diesjährigen Prix de Quervain ist offen. Der Förderpreis der Schweizerischen Kommission für Polar- und Höhenforschung (SKPH) und der Schweizerischen Kommission für die hochalpine Forschungsstation Jungfraujoch (SKJFJ) ist mit 5'000 Franken dotiert und wird am 22. Juni 2018 im Rahmen der POLAR2018 Konferenz in Davos verliehen. Die Preisträgerinnen oder Preisträger erhalten dabei die Gelegenheit, die Ergebnisse ihrer prämierten Arbeiten im Rahmen eines attraktiven öffentlichen Symposiums einem interdisziplinären Publikum vorzustellen. Die SKPH nimmt noch bis zum 15. April 2018 Kandidaturen entgegen.

Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen

Sternstunden für die Schweizer Astronomie

Die beiden vergangenen Jahrzehnte waren ein goldenes Zeitalter der Astrophysik und Kosmologie mit grossen Fortschritten in allen Bereichen der beobachtenden Astronomie und der theoretischen Forschung. Schweizer Astronominnen und Astronomen konnten dank der vielen modernen Einrichtungen, die ihnen überall auf der Welt zur Verfügung stehen, massgeblich zu diesen Fortschritten beitragen. Die moderne astronomische Forschung wäre ohne regelmässigen Zugang zu diesen Einrichtungen und ohne internationale Kooperationen undenkbar. Die Publikation «Grosse astronomische Forschungseinrichtungen: Ihre fundamentale Bedeutung für die Schweizer Astronomie» wirft ein Schlaglicht auf deren Einfluss und Wichtigkeit für die Schweizer Forschenden.

Publikation «Grosse astronomische Forschungseinrichtungen: Ihre fundamentale Bedeutung für die Schweizer Astronomie»

Digitalisierung fordert Schulen

Die Digitalisierung stellt neue Anforderungen an viele Lebensbereiche – auch ans Schulsystem. Welche Kompetenzen bezüglich Digitalisierung von der zukünftigen Generation gefordert werden, war das zentrale Thema der zehnten Tagung «Nachwuchsförderung Technik» der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW). Die Forscher Stefan Kruse und Seamus Delaney von der Pädagogischen Hochschule FHNW wiesen etwa darauf hin, dass die obligatorische Schule die fachlichen und überfachlichen Kompetenzen im Hinblick auf die digitale Transformation derzeit unzureichend vermittelt. Gleichzeitig präsentierten sie praktische Unterrichtsbeispiele zum Thema «Digitale Transformation». Diese stehen hier zum Download bereit:

Unterlagen und Tagungsbericht

Neurowissenschaften: Ausschreibung Robert-Bing-Preis 2018

Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) schreibt den Robert-Bing-Preis für junge Forschende in Neurowissenschaften aus. Der Preis wird aus dem Vermächtnis des Basler Neurologen Robert Bing (1878–1956) finanziert. Er soll hervorragende Arbeiten im Bereich der Erkennung, Behandlung oder Heilung von Nervenkrankheiten honorieren. Dem Wunsch des Stifters entsprechend kommen als Preisträgerinnen und Preisträger jüngere, bis 45-jährige Schweizer Forschende infrage. Der Robert-Bing-Preis wird in der Regel alle zwei Jahre mit einer Preissumme von 50’000 Franken ausgeschrieben. Nächster Eingabetermin ist der 1. März 2018.

Weitere Informationen

Ausserschulische MINT-Angebote in der Schweiz

In der Schweiz gibt es zu wenig Fachkräfte in den Bereichen Technik und Informatik. Um Abhilfe zu schaffen, werden MINT-Fächer vermehrt gefördert. Die Leitungsgruppe MINT der Akademien der Wissenschaften Schweiz hat deshalb ihre Erkenntnisse zusammengestellt, und gibt Empfehlungen für ausserschulische Lernorte, Familien und Betreuung, den schulischen Unterricht, die Berufsberatung, für Unternehmen, die tertiäre Bildung sowie die Medien.

Publikation «Ausserschulische MINT-Angebote in der Schweiz. Übersicht und Analyse 2016»

Internationale Citizen Science Konferenz in Genf

Vom 3. bis 5. Juni 2018 findet in Genf die zweite Internationale Citizen Science Konferenz zum Thema «Citizen Science: Empowering citizens, social innovation, scientific literacy» statt. Eröffnet wird die Konferenz mit dem Citizen Science Festival, zu dem auch die Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist. Die Veranstaltung richtet sich an Citizen Science Akteurinnen und Akteure, die in lokalen, nationalen und internationalen Netzwerken organisiert sind und bietet einen Rahmen, um Erfahrungen und Ideen auszutauschen und voneinander zu lernen. Organisiert wird die Konferenz von der Stiftung Science et Cité.

Weitere Informationen

«Konstruktive Beiträge der Akademien dank kritischer Aussensicht»

Der Schader-Preis 2018 geht an den Kommunikationswissenschaftler Otfried Jarren von der Universität Zürich. Er wird für seine Beiträge zur Medienpolitik und seine Verdienste als Wissenschaftsmanager ausgezeichnet. Der mit 15’000 Euro dotierte Preis würdigt Gesellschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die durch ihre Forschung und ihr öffentliches Wirken einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme leisten. Anlässlich seines Auftrittes bei Science at Noon im Haus der Akademien betonte Jarren auch die Wichtigkeit der Akademien, die mit ihrer Vielschichtigkeit und Aussensicht auf den Hochschulbetrieb viele konstruktive Beiträge einbringen würden.

Otfried Jarren bei Science at Noon

Agenda

Bedeutung der Informatik heute – Visionen für morgen

8. Februar 2018, UniS, Bern

SWIFCOB 18
«Ökosystemleistungen: vom wissenschaftlichen Konzept zur praktischen Anwendung»

9. Februar 2018, UniS, Bern

Gewalt gegen Frauen in der Schweiz – von hier aus, wohin?

15. Februar 2018, Universität Freiburg, Freiburg

Science at Noon
Neue Techniken der Genom-Editierung (1): Anwendungen in der medizinischen Forschung

20. Februar 2018, Haus der Akademien, Bern

Science at Noon
Neue Techniken der Genom-Editierung (2): Pflanzenzüchtung im Zeitalter der Genom-Editierung

26. Februar 2018, Haus der Akademien, Bern

Phil.Alp Tagung 2018

1.–2. März 2018, Universität Freiburg, Freiburg

Science at Noon
Neue Techniken der Genom-Editierung (3): Welches Recht bringt die Zukunft?

7. März 2018, Haus der Akademien, Bern

Museumsnacht Bern – Tête-à-tête mit der Wissenschaft

16. März 2018, Haus der Akademien, Bern

Sustainable University Day 2018

22. März 2018, PH Freiburg, Freiburg

#digitale21 Symposium

11.–13. April 2018, SUPSI Campus Trevano, Lugano

19th Swiss Global Change Day

19. April 2018, Campus Muristalden, Bern

ECSA Conference 2018

3.–5. Juni 2018, Salle communale de Plainpalais, Genf

1. Schweizer Landschaftskongress

23.–24. August 2018, Messe Luzern, Luzern



www.akademien-schweiz.ch

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz sind ein Verbund der vier wissenschaftlichen Akademien SCNAT, SAGW, SAMW und SATW sowie der Kompetenzzentren TA-SWISS und Science et Cité. Sie fördern den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und beraten Politik und Behörden.

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