Wissenschaftliche Integrität

Kommission für Wissenschaftliche Integrität

Die 2006 eingesetzte Kommission «Wissenschaftliche Integrität» nimmt Stellung zu grundsätzlichen Fragen der wissenschaftlichen Integrität, berät Forschungsinstitutionen, Institutionen der Forschungsförderung und politische Instanzen.

Mitglieder der Kommission
 

Zusammenstellung von Verhaltenscodexen

Seit 2010 unterstützen die Akademien der Wissenschaften Schweiz das «Committee on Freedom and Responsibility in the conduct of Science» des International Council for Science (ICSU). Zu dessen Aufgaben gehört die Förderung von Verantwortung in der wissenschaftlichen Arbeit. Hierzu macht das Komittee die global vorhandenen Verhaltenscodexe online verfügbar.
 

Vernetzungsanlass «Wissenschaftliche Integrität»

Können wir davon ausgehen, dass der wissenschaftliche Nachwuchs in der Schweiz die Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis kennt? Werden den Studierenden, Doktorierenden und PostDocs die zentralen Elemente wissenschaftlicher Integrität vermittelt? Oder bräuchte es vielmehr entsprechende Aus- und Weiterbildungen für die Professorenschaft, die Leiter von Forschungsgruppen, die Ombudsleute und die BetreuerInnen wissenschaftlicher Arbeiten? Und wenn ja, wie können solche Veranstaltungen erfolgreich gestaltet werden?

Das Thema der Aus- und Weiterbildung stand im Zentrum des 2. nationalen Vernetzungsanlasses für Fachpersonen im Bereich der wissenschaftlichen Integrität am 10. Dezember 2014.

Programm (pdf)

Prof. Christian W. Hess, Akademien der Wissenschaften Schweiz: Einleitung (pdf; Deutsch,  Englisch, Französisch)

lic. theol., Dipl.-Biol. Sibylle Ackermann, SAMW: Aus- und Weiterbildung im Bereich «Wissenschaftliche Integrität» (pdf; Deutsch)

Dr. Erika Löfström, Universität Helsinki: Teach the teachers in scientific integrity: approaches, trends and central issues (pdf; Englisch)
 

Autorschaft bei wissenschaftlichen Publikationen


Wissenschaftliche Publikationen dienen nicht nur der Veröffentlichung von Wissen – die Anzahl Publikationen oder Zitationen entscheiden auch über die berufliche Perspektive der Forschenden. Entsprechend wichtig sind klare Regeln über die Berechtigung zur Autorschaft und die Reihenfolge der Autoren. Die Kommission «Wissenschaftliche Integrität» der Akademien der Wissenschaften Schweiz hat die geltenden Regeln zusammengestellt und Empfehlungen formuliert. Diese sollen einen Beitrag zur Vorbeugung von Auseinandersetzungen um die Autorschaft leisten und in Konfliktfällen als Hilfestellung dienen.

Broschüre Autorschaft bei wissenschaftlichen Publikationen - Analyse und Empfehlungen (pdf)

Nationaler Informations- und Erfahrungsaustausch «Wissenschaftliche Integrität», 30. Mai 2013
Vortrag von Dr. Elizabeth Wager: Ethics of Authorship (pdf)
Vortrag von Prof. Christian W. Hess: Authorship in scientific publications (pdf)
 

Grundsätze und Verfahrensregeln


Broschüre Wissenschaftliche Integrität - Grundsätze und Verfahrensregeln
Italienische Fassung: Principi di base e regole di procedura inerenti all'integrita' nella ricerca scientifica

Folienset «Wissenschaftliche Integrität»

Artikel «Wissenschaftliche Integrität, wissenschaftliches Fehlverhalten» von Emilio Bossi, Schweizerische Ärztezeitung, 2010 (pdf)

Die Publikation «Ethics Education in Science» der All European Academies (ALLEA) fasst die zentralen Aspekte der Vermittlung und Implementierung von wissenschaftlicher Integrität in zehn Prinzipien zusammen, mit Empfehlungen für deren Umsetzung. Die Akademien der Wissenschaften Schweiz haben im Rahmen ihrer Mitgliedschaft bei ALLEA an der Publikation mitgewirkt.
Download der Publikation
 

Zusammenarbeit Ärzteschaft - Industrie



Richtlinie Zusammenarbeit Ärzteschaft - Industrie (pdf)

 

Privates Lehrstuhlsponsoring


Workshop 2012
Mit einem Workshop im Oktober 2012 leisteten die Akademien der Wissenschaften Schweiz einen Beitrag zur Vertiefung der Diskussion zur Frage, ob die zunehmenden privaten Finanzierungen die Unabhängigkeit der universitären Forschung tangieren oder nicht. Im Zentrum stand das gesellschaftliche Ansehen von Forschung und wissenschaftlicher Expertise, deren Stellenwert zurzeit noch hoch einzuschätzen ist, weil sie grundsätzlich als interessenungebunden, lösungsorientiert und dem Wohle der Gesellschaft verpflichtet gesehen wird. Die private Finanzierung universitärer Forschung stellt dies potentiell in Frage. Für das Ansehen der Forschung und der Forschenden in der Schweiz steht somit viel auf dem Spiel.

Mehr als 30 Vertreter von Hochschulverwaltungen, kantonalen Erziehungsdirektionen, Forschende und Geldgeber nahmen am Workshop in Bern teil. Den Input Referaten folgte eine angeregte Diskussion. Eine Mehrheit der Teilnehmer sprach sich aus für die Ausarbeitung von Leitplanken durch die Akademien, zur Wahrung der Interessen von Spender und Empfänger.
Präsentationen (pdf)
Workshop-Bericht der Akademien (pdf)
Medienberichte: Le Temps, NZZ, Radio DRS2
Artikel von Thomas Cueni (Interpharma), Basler Zeitung (pdf)

Europäisches Grundsatzpapier auf Schweizer Initiative
Ausgehend von diesem Workshop und auf Initiative der Akademien der Wissenschaften Schweiz erarbeitete die Arbeitsgruppe Wissenschaft und Ethik der All European Academies (ALLEA) unter aktiver Mitarbeit der Schweizer Akademien ein Grundsatzpapier, das im Dezember 2014  verabschiedet wurde.
Download des ALLEA Grundsatzpapiers
 

Ethik in den Akademien der Wissenschaften Schweiz: Bestandesaufnahme und Perspektiven

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz befassen sich zum Teil seit vielen Jahren mit ethischen Fragen. Ein Bericht stellte 2011 das Engagement im Bereich der Ethik zusammenfassend dar und diskutiert seine Stärken und Schwächen. Zudem werden die Schwerpunkte skizziert, welche die Akademien gestützt auf das Forschungsgesetz im Bereich der Ethik in Zukunft bearbeiten.

Bericht (pdf)
 

Open Access


Open Access bedeutet sofortigen, permanenten, freien, kostenlosen und elektronischen Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen. Überproportionale Preissteigerungen der Verlage, die grosse zeitliche Verzögerung zwischen Abgabe und Veröffentlichung eines Artikels, die erzwungene Übertragung der AutorInnenrechte an die Verlage und die Einschränkung in der Verbreitung von Forschungsergebnissen sind Hauptauslöser für das Interesse an Open Access.

Weitere Informationen

 

Akademien der Wissenschaften Schweiz
Haus der Akademien
Laupenstrasse 7
Postfach
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Tel +41 (0)31 306 92 20
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