Newsletter Akademien der Wissenschaften Schweiz

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Newsletter März 2020

Zuhause bleiben – kreativ sein und Neues digital erkunden

Für alle, die aktuell daheim sind, haben wir nach Angeboten im Verbund der Akademien gesucht, welche digital genutzt werden können. Sie wollten schon immer in einem Forschungsprojekt über Dialekte mitarbeiten, Dr. Fuchs auf Instagram kennen lernen, einen Blick in die Publikation «Brennpunkt Klima» werfen oder lernen, wie transdisziplinäre Forschungsprojekte funktionieren? Unsere Übersichtsseite wird laufend ergänzt.

Bleiben Sie zu Hause, die Lage ist ernst, aber gemeinsam und mit kreativen Lösungen, können wir versuchen, neu zu denken. Studierende haben alle Vorlesungen online und eine kleine handwerkliche Brennerei im Berner Seeland hat sofort reagiert: Aktuell laufen die Messingkessel heiss, statt Edelbrand wird nun Desinfektions-Alkohol produziert.
Claudia Appenzeller, Generalsekretärin

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Covid-19-Pandemie – Triage auf Intensivstationen

Aufgrund des Tempos, mit dem sich das Coronavirus (SARS-CoV-2) verbreitet, ist eine ausserordentliche Lage eingetreten, die zu einem Massenzustrom von Patientinnen und Patienten in die Akutspitäler führen wird. Die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) und die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) veröffentlichen gemeinsame Richtlinien für Rationierungsentscheidungen auf Intensivstationen.

Die Belastung für das medizinische Personal auf den Intensivstationen ist sehr hoch. Umso wichtiger ist es, dass gesamtschweizerisch vergleichbare Kriterien für die Aufnahme und den Verbleib der Patientinnen und Patienten auf der IPS zur Anwendung kommen. Die neuen Richtlinien schaffen diese Basis und ergänzen die SAMW-Richtlinien «Intensivmedizinische Massnahmen» (2013). Covid-19-Erkrankte und andere Patientinnen und Patienten, die intensive Pflege benötigen, werden nach denselben Kriterien behandelt.

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Kostenloser Online-Kurs zu transdisziplinärer Forschung

Der Präsenz-Vorlesungsbetrieb an Hochschulen und Universitäten ist eingestellt. Umso wichtiger werden neue Lehrformate. Die Akademien Schweiz haben einen kostenlosen Online-Kurs zu transdisziplinärer Forschung konzipiert und leisten damit gleich zweifach Pionierarbeit: Zum einen ist es unter Federführung des Netzwerks für Transdisziplinäre Forschung – td-net – gelungen, die wichtigsten Player der schweizerischen Hochschullandschaft für einen gemeinsamen Kurs zu gewinnen.

Zum anderen ist «Partnering for Change» der erste MOOC (Massive Open Online Course) weltweit, der transdisziplinäre Forschung in Theorie und Praxis einführt. Das td-net setzt sich angesichts der aktuellen Situation verstärkt dafür ein, dass dieser Kurs Eingang in universitäre Lehrgänge findet und berät interessierte Hochschulvertreter. Der MOOC beginnt am 30. März 2020.

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Autonomie und Glück – die Rolle der Medizin

Autonomie gilt als wichtige Voraussetzung für ein glückliches Leben. Was der oder die Einzelne als «Glück» im Sinne eines gelungenen Lebens empfindet, sollte sich somit in allen wichtigen Entscheiden spiegeln. Die Medizin, die oft existentielle Fragen betrifft, ist davon nicht ausgenommen.

Der Tagungsband «Autonomie und Glück» bildet die Referate und Diskussionen der gleichnamigen Veranstaltung der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) vom Sommer 2019 ab. Basierend auf den Erkenntnissen der fünfjährigen Auseinandersetzung sind zudem weiterführende Empfehlungen für die medizinische Praxis in Arbeit.

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Wie Forschung in Konfliktgebieten gelingt

Waldnutzung in Madagaskar, gesellschaftliche Entwicklungen in Afghanistan, epidemisches Fieber in Westafrika: Wer zu solchen Themen forscht, bewegt sich in Konfliktgebieten. Wie sich Forschende dort verhalten sollen, zeigen die «Richtlinien für konfliktsensitive Forschung» der Kommission für Forschungspartnerschaften mit Entwicklungsländern der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT).

Die Richtlinien wenden sich an alle Beteiligten – von den Geldgebern über die ForschungsassistentInnen zu den AutorInnen der Forschung. In neun Schritten zeigen sie auf, wie der Konfliktkontext bei der Vorbereitung, Datenerhebung und Publikation berücksichtigt werden kann.

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Erlebnis Wissenschaft – Ein Preis für die Vermittlung

Wenn Skelette zum Leben erwachen, Steine eine Geschichte erzählen und das Lebenselixier Wasser zu neuen Einsichten führt – dann ist die Vermittlung von naturwissenschaftlichen Themen gelungen. Die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) lädt Ausstellungsmacherinnen und Ausstellungsmacher, Museen und Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler ein, sich für den Prix Expo 2020 zu bewerben.

Damit zeichnet die SCNAT jährlich Ausstellungen aus, welche die Faszination von Natur und Naturwissenschaften einem breiten Publikum fundiert und erlebnisorientiert vermitteln. Die Ausstellungen müssen während mindestens drei Monaten in der Schweiz gezeigt und in einer der vier Landessprachen vermittelt werden. Der Preis ist mit CHF 10'000 dotiert. Einsendeschluss: 1. Juni 2020

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Gesundheitswesen – Was die interprofessionelle Zusammenarbeit stärkt

Gut funktionierende interprofessionelle Teams sind entscheidend für ein nachhaltiges Gesundheitssystem. So arbeiten beispielsweise in der modernen Krebstherapie neben Ärzten und Ärztinnen und Pflegefachpersonen oft auch Medizinphysikerinnen und Medizinphysiker, Medizinisch-Technische Assistierende und Pharmakologinnen und Pharmakologen eng zusammen.

Allerdings ist die interprofessionelle Zusammenarbeit (IPZ) herausfordernd, weil sie eine «Abweichung» vom «Normalfall» der Professionalität darstellt und deshalb mehr Abstimmungen nötig sind. Eine Studie der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW zeigt, welche Faktoren die IPZ bremsen und welche sie fördern.

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Schwindende Agrobiodiversität gefährdet sichere Ernährung

Die Agrobiodiversität ging in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch zurück. Wurden früher rund 7000 Pflanzenarten angebaut, tragen heute nur noch etwa 80 Sorten massgeblich zur globalen Nahrungsversorgung bei. Als Pfeiler der Ernährungssicherheit muss die Agrobiodiversität deshalb dringend wiederhergestellt werden.

Ein neues Faktenblatt der Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT), gemeinsam erstellt mit Forscherinnen und Forschern des Centre for Development and Environment (CDE) der Universität Bern, fasst den Rückgang und seine Folgen zusammen und zeigt mögliche Massnahmen in Politik und Wissenschaft auf.

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Polarregionen – «Prix de Quervain» für Nachwuchsforschende

Die Schweizerische Kommission für Polar- und Höhenforschung SKPH und die Schweizerische Kommission für die hochalpine Forschungsstation Jungfraujoch SKJFJ fördern herausragende NachwuchsforscherInnen mit dem «Prix de Quervain». Dieses Jahr wird der Preis zur Polarregion ausgeschrieben.

Junge Forschende können ihre seit maximal zwei Jahren abgeschlossene Master- oder Diplomarbeit, Dissertation oder andere Forschungsarbeit einreichen. Institute, Organisationen und Dozierende sind eingeladen, Nachwuchsforschende für eine Wettbewerbsteilnahme vorzuschlagen, Deadline ist der 30. April.

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Medizinische Ethik – Grants für Nachwuchsforschende

Ethische Fragen in der Medizin sind ein Schwerpunkt der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW). Um den akademischen Nachwuchs in diesem Bereich zu fördern, stellt die SAMW insgesamt 250'000 Franken aus dem Käthe-Zingg-Schwichtenberg-Fonds (KZS-Fonds) zur Verfügung.

Nachwuchsforschende, die eine wissenschaftliche Karriere in der bio-medizinischen, klinischen oder Public-Health-Ethik anstreben, können sich um KZS Seed Grants bis maximal 50'000 Franken pro Person bewerben. Dies soll ihnen ermöglichen, innovative Forschungsideen zu erkunden, ein Pilotprojekt zu realisieren oder einen Projektantrag zu erstellen, der bei einer grösseren Förderinstitution eingereicht wird. Eingabeschluss ist der 30. April 2020.

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Programmieren vor der Bergkulisse

Informatik als Ferienerlebnis: In einwöchigen Sommercamps – den i-Camps – können interessierte Kinder die Bündner Bergwelt erkunden und gleichzeitig programmieren lernen. Die Pädagogische Hochschule Graubünden und die ETH Zürich verknüpfen mit diesem gemeinsamen Projekt hochstehende und unterhaltsame MINT-Förderung mit dem Tourismus im Berggebiet.

Damit auch die Lehrpersonen der Mittel- und Oberstufe mit der MINT-affinen Jugend mithalten können, gibt es für sie ein spezielles Weiterbildungsangebot. Das Förderprogramm «MINT Schweiz» der Akademien der Wissenschaften Schweiz unterstützt dieses Projekt mit Vorbildcharakter.

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Agenda

Aufgrund der Coronavirus-Epidemie kann es zu Absagen oder Verschiebungen von den Agenda aufgeführten Veranstaltungen kommen. Die Veranstaltungswebsites informieren Sie über die Durchführung.

«Was ich nicht weiss ... »
Umgang mit Studienergebnissen und Zufallsbefunden

12. Mai 2020, Alte Anatomie Zürich

Science and You(th) – Wissenschaft hört der Jugend zu!

18. Mai 2020, Freiburg

Die Geistes- und Sozialwissenschaften und die Innovation

19. Mai 2020, Universität Neuenburg

Vernetzungsanlass: Klinische Ethik in der Schweiz

27. Mai 2020, Bern

Save the date: ScienceCommm’20

17. September, Landhaus Solothurn



www.akademien-schweiz.ch

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz sind ein Verbund der vier wissenschaftlichen Akademien SCNAT, SAGW, SAMW und SATW sowie der Kompetenzzentren TA-SWISS und Science et Cité. Sie fördern den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und beraten Politik und Behörden.

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