Zwischen Alpen und Nationalpark – Ein Interview mit Thomas Scheurer


Dr. Thomas Scheurer, Geschäftsführer der Forschungskommission des Schweizerischen Nationalparks sowie der Interakademischen Kommission Alpenforschung (ICAS) beschäftigt sich seit Jahren aktiv mit der Forschung rund um den Schweizerischen Nationalpark und die Alpen. In einem spannenden Interview legt der Experte seine Sicht zur aktuellen Lage dar und weist auf die spürbaren Veränderungen und zukünftigen Innovationen hin.

Können Sie Innovationen für die Berggebiete aufzeigen?
Zurzeit stehen sich zwei gegenläufige Prozesse gegenüber, bei welchen Innovationsprozesse gefragt sind. Auf der einen Seite sind dies die sogenannten Schrumpfungsprozesse in Gebieten, die von Abwanderung oder rückläufiger Bevölkerung betroffen sind. Daher sind heute in solchen Gebieten vor allem soziale Innovationen gegen die Abwanderung gefragt. Die Berggebiete müssen wieder kreativ werden und eine Umgebung schaffen, die Leute anzieht. Es braucht einen Gegentrend von neu zugezogenen Menschen, durch welche Innovationen entstehen können. Diese Leute nennt man auch New Highlanders. Es handelt sich dabei um Zuwanderer, die in die Berge ziehen und dort mit ihrem Know-How und ihren Netzwerken aktiv werden. Andererseits gibt es die Entwicklung der touristischen Zentren und Regionen, die meiner Meinung nach zu entgleisen droht. Heutzutage entscheiden mehrheitlich Tourismuspromotoren über die Einheimischen. An diesem Punkt braucht es ein Umdenken. Die bisher verfolgten Geschäftsmodelle werden zukünftig nicht mehr funktionieren. Es braucht nun einen Schritt zu mehr Mitbestimmung und Eigenverantwortung der Einheimischen. Tourismus ist mehr als nur Ökonomie – Gesellschaft und Kultur sind ebenso wesentlich.

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Interview mit Alexander Haumann - Erfahrungen aus seiner Forschung im Südpolarmeer

Sie haben sich in Ihrer Arbeit mit dem Meereis im Südpolarmeer beschäftigt: Im Gegensatz zu den meisten globalen Modellen zeigen Sie in Ihrer Dissertation, dass das Meereis über die letzten Jahrzehnte zugenommen hat. Welche Gründe gibt es dafür?
Wir vermuten, dass die starken Winde vom antarktischen Kontinent dafür verantwortlich sind. Man kann sich diesen Prozess wie eine Eisfabrik vorstellen: Wenn die kalten und starken Winde über den Ozean blasen, gefriert das Wasser und das Eis wird nach Norden getrieben. Südlich davon gefriert der Ozean dann wieder und so wird ständig neues Eis gebildet, das sich nach Norden ausbreitet. Diese Winde haben sich über die letzten Jahrzehnte verstärkt, was zu einer stärken Ausdehnung des Eisteppichs geführt hat. Dieser Prozess ist in vielen der globalen Modelle nicht ausreichend repräsentiert.

Können Sie das Zusammenspiel zwischen Meereisbildung, Meereistransport, Salzgehalt und Ozeanströmung kurz erklären? Das war ja ein zentrales Element Ihrer Arbeit.
Wenn sich das Eis durch das Gefrieren vom Meerwasser bildet, wird das Salz im Wasser freigesetzt, welches dann in den Ozean ausfällt und das Wasser schwerer macht. Dieses salzhaltige und kalte Wasser sinkt anschliessend in die Tiefe. An der Oberfläche bleibt das Eis, welches hauptsächlich aus Süsswasser besteht. Das gefrorene Süsswasser wird von den Winden nach Norden transportiert – ein Prozess, der den ganzen Winter über stattfindet. Der Eisteppich dehnt sich aus und schmilzt im Norden. Das geschmolzene Wasser wird dem Ozean zugefügt, wodurch sich an der Oberfläche eine Schicht aus relativ leichtem Wasser mit geringem Salzgehalt bildet. Dies führt dazu, dass weniger warmes Wasser aus der Tiefe nach oben kommt. Da Süsswasser leichter ist als Salzwasser, bleibt es an der Wasseroberfläche. Dieser Prozess hat sich über die letzten Jahrzehnte verstärkt und dazu geführt, dass sich der Oberflächenozean in dieser Region trotz globaler Erwärmung abgekühlt hat.

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Biography: Antonio Loprieno


Antonio Loprieno was born in Italy in 1955 and grew up in Brussels, where he attended the European School. He then studied Egyptology, linguistics and Semitic studies at the University of Turin, where he earned his doctorate in 1977 and worked as a teaching and research assistant until 1981. After receiving a fellowship from the Alexander von Humboldt Foundation, he went on to successfully complete his habilitation at the University of Göttingen in 1984. That same year, he became an associate professor at the University of Perugia and taught there until 1989, when he was appointed Full Professor of Egyptology at the University of California, Los Angeles. During his time at UCLA, he chaired the Department of Near Eastern Languages and Cultures and was also a visiting professor at the Hebrew University of Jerusalem, the École Pratique des Hautes Études in Paris and the University of Heidelberg.

In 2000, Antonio Loprieno returned to Europe to take up an appointment as Full Professor of Egyptology at the University of Basel. He also served there as Rector from 2006–2015 and as President of the Rectors’ Conference of the Swiss Universities (CRUS) from 2008–2015.

Professor Loprieno has published over 100 scholarly essays and research monographs in the fields of Egyptology and Semitic linguistics. In addition, he is currently on the boards of the University of Tübingen and the University of Zurich, and is a member of several academic organisations, including the Göttingen Academy of Sciences and Humanities, the Academy of Sciences in Turin and the German Archaeological Institute.

Antonio Loprieno has been President of the Swiss Academies of Arts and Sciences since May 2018. He has also been elected to serve as President of the All European Academies (ALLEA) from 2018–2021.
 

Feierliche Verabschiedung von Präsident Maurice Campagna


Prof. Maurice Campagna, passionierter Physiker und früherer Verantwortlicher für Forschung und Entwicklung bei ABB, wurde 2015 als Präsident der Akademien der Wissenschaften Schweiz gewählt. Im Laufe seines Vorsitzes hat er einiges bewegt. Er lancierte neue strategische Themen, die entscheidende gesellschaftliche Herausforderungen angehen und Synergien im Netzwerk der Akademien nutzen. Dank seiner breiten Erfahrung und seines grossen Netzwerks im akademischen, politischen und wirtschaftlichen Umfeld konnte er die fachübergreifende Zusammenarbeit der Akademien fördern und weiter stärken. Unter seiner Leitung wurden 2017 neue Statuten verabschiedet, welche den Weg für die Globalbudgetierung im Verbund der Akademien der Wissenschaften Schweiz frei machen. Er übernahm den Chair anlässlich des Balzan Forums in Bern, an welchem die Trägerinnen und Träger des Balzanpreises 2017 ihre wissenschaftlichen Arbeiten vorstellten und setzte sich stark für neue Formen der Zusammenarbeit der Balzan Stiftung, der Academia dei Lincei und der Akademien der Wissenschaften Schweiz ein. Wie kann Bildung den digitalen Wandel begünstigen und dafür sorgen, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz die neuen Chancen in Arbeit und Beruf nutzen können? Diese Frage war ihm besonders wichtig und so war dann das Highlight seiner Amtszeit das Symposium #digitale21. Es ist ihm gelungen, alle entscheidenden Akteure aus Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenzubringen und damit die wichtige Diskussion über die anstehenden Herausforderungen der Digitalisierung anzuregen. „Gerade im Zeitalter der Digitalisierung ist lebenslanges Lernen und barrierefreies Denken entscheidend. Wir müssen alles tun, damit in der Schweiz zwische den Disziplinen und den Generationen eine gute Zusammenarbeit und Vernetzung stattfinden kann!“ stellt er fest.

Er wurde an der #digitale21 feierlich verabschiedet und wird das Präsidium auf 1. Mai an Prof. Antonio Loprieno weitergeben.
 

Interview Maurice Campagna #Digitale21


What are the effects of digitalization on education, teaching and workplace?
Answers to this question are going to be discussed during a symposium between 11 and 13 April. The main goal of our symposium is to provide a platform for an exchange of knowledge to develop recommendations and establish cooperation and future projects that are relevant to society and science.

The initial motivation for this event can be answered from Maurice Campagna, President of Swiss Academies of Arts and Sciences in the following video.

Short interview Maurice Campagna

You can find further information to this event here
 

Closer collaboration between academic and corporate research


The two-way knowledge transfer between academia and companies conducting research plays a central role today in developing fundamental innovations. This point was emphasised by Swiss Secretary of State Mauro Dell’Ambrogio at the 50th anniversary celebration of research at ABB. The ABB Corporate Research Center is seen as a benchmark in corporate research because it has been conducting cutting-edge research on many innovative technologies for the past 50 years. During his time at ABB, Maurice Campagna, the current president of the Swiss Academies of Arts and Sciences, aligned ABB’s research with the needs of its business areas. Currently there are several ABB research centres in Switzerland and abroad that often serve as a springboard for employees’ academic careers. Increasingly, companies and universities are becoming engaged in a continuous dialogue with each other.
The concept of innovation stems from the work of the Austrian economist Joseph Schumpeter, who viewed innovation in business as developing new combinations of production methods, markets and market positions. With this concept, Schumpeter became firmly established in the world of economists. Companies later integrated this concept into their operations by employing scientists to conduct research and development on their behalf.

Full article (PDF) 
 
 

Women in Science

v. l. n. r.: Anne Gerhards (Präsidentin, Zonta Union Intercity), Prof. G. Margaritondo (EPFL), Preisträgerin Prof. Margarita Chli (ETHZ), Prof. M. Campagna (Präsident a+), Dr. M. Duca Widmer (Vizepräsidentin SATW), Prof. M. Rahier (UniNE), Prof. U. Suter (ETHZ)
Mit dem 30’000 Franken dotierten Prix Zonta zeichnen die Zonta Clubs der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein alle zwei Jahre Frauen aus, die auf höchstem Niveau wissenschaftlich tätig sind. Der diesjährige Preis wurde am 10. November im Hotel Bellevue in Bern an Prof. Margarita Chli vergeben. Chli ist Assistenzprofessorin im Gebiet «Vision for Robotics» an der ETH Zürich und verknüpft in ihren Forschungsarbeiten verschiedene Disziplinen wie Computer Vision, Machine Learning und Neurowissenschaft. Sie gilt in der Robotikforschung als eine der einflussreichsten Frauen der Welt, ihre Publikationen gehören zu den meistzitierten. Chli sei «ein leuchtendes Vorbild und ein Stimulus für talentierte, an Natur- und Ingenieurwissenschaften interessierte Frauen», so die Jury. Dies sei ganz im Sinne des Prix Zonta, der unter der Devise «Rasche Intuition, scharfer Verstand, klare Kommunikation» Frauen fördern und den weiblichen Nachwuchs motivieren will.

Der Prix Zonta geniesst jeweils das Patronat eines Schweizer Bundesrats, in diesem Jahr Guy Parmelin, und die fachliche Betreuung durch Jean-Marie Lehn, Nobelpreisträger 1987 für Chemie. Prof. Maurice Campagna, Präsident der Akademien der Wissenschaften Schweiz, hielt anschliessend an der Preisverleihung ein Referat zum Thema «Fachkräftemangel, Bildung und Forschung im 21. Jahrhundert». Er veranschaulichte darin die aktuellen Herausforderungen der Schweiz in der digitalen Transformation. Insbesondere ging er auf die Rolle der Schweiz im Bereich der nachhaltigen, gesellschaftlichen Entwicklung ein, also ihre Rolle für eine gerechtere Welt mit weniger Korruption. Er illustrierte die Rolle der Frauen in der Wissenschaft und Technik in einer historischen Perspektive. Dabei thematisierte er besonders die Aufgaben der ganzen Familie, der Lehrerinnen und der Schule sowie die neue Rolle der Museen. Es sei entscheidend, das wissenschaftliche und technische Interesse bereits in jungen Jahren zu wecken, sagte Campagna – dies sei im Rahmen der MINT-Projekte des Bundes auch eine Aufgabe der Akademien. «Ohne einen namhaften Beitrag der Frauen wird man demnächst die Lücken in den Bereichen Ingenieur- und Technikwesen auf allen Stufen auch bei uns – also nicht nur in den Entwicklungsländern – nicht schliessen können», sagte er. Dies gelte auch im Management ausserhalb der Kommunikation oder der Human Resources.

Weitere Informationen zum Prix Zonta


 

Science meets Art*


In Zeiten gesellschaftlicher Dekohäsion aufgrund technischer Fortschritte, die die Globalisierung begünstigen, und zunehmender Ängste wegen Arbeitsplatzverlust, sind Veranstaltungen besonders wertvoll, die den nationalen Zusammenhalt und den interkantonalen Austausch fördern. Hier stehen Kunst und Wissenschaft vor vergleichbaren Herausforderungen. Ein solches «Event» war das Vernissage der Ausstellung «Formen und Tendenzen der Pop Art in der Schweiz» in Aarau. An der Eröffnung nahmen viele Teilnehmende aus der ganzen Schweiz.

Die Pop Art gilt als eine der wichtigsten internationalen Kunstströmungen der Nachkriegszeit. Auch für die Schweizer Kunstschaffenden war sie von Bedeutung. Beeindruckt von den provokativen Bildinhalten und den neuartigen Bildtechniken schufen sie Werke, die sich an die internationalen Vorbilder anlehnen, jedoch auch eine eigene künstlerische Sprache sprechen. Dabei kristallisierte sich eine spezifische Spielart der Pop Art heraus.

Das Aargauer Kunsthaus widmet den spezifisch schweizerischen Formen und Tendenzen der Pop Art in der Deutschschweiz, im Tessin und in der Romandie eine gross angelegte Schau. Sie gibt zum ersten Mal einen umfassenden Überblick über die Pop Art hierzulande und beleuchtet Schnittstellen zur Kunst im öffentlichen Raum, zum Design und zur Musik. Swiss Pop Art vereint rund 240 Gemälde, Papierarbeiten, Skulpturen, Filme und Objekte aus dem Zeitraum von 1962 bis 1972 von 50 Kunstschaffenden wie Fernando Bordoni (im Bild), Samuel Buri, Niki de Saint Phalle, Emilienne Farny, Franz Gertsch, Rosina Kuhn, Urs Lüthi, Markus Raetz oder Peter Stämpfli. Viele der Arbeiten wurden kaum je in Ausstellungen gezeigt und erlauben es dem Publikum, zahlreiche Neuentdeckungen zu machen. Daneben werden ausgewählte Installationen wie beispielsweise Peter Stämpflis M 301 (1970) eigens für die Schau rekonstruiert.

Ich empfehle den a+ Angehörigen des Verbunds der Akademien einen Besuch nach Aarau wärmstens.

Ausstellung:
Swiss Pop Art. Formen und Tendenzen der Pop Art in der Schweiz
7. Mai – 1. Oktober 2017, Aargauer Kunsthaus, Aarau
 
 

Sustainability of cross-border mobility


The beginning of the Easter holidays is usually followed by reports about traffic jams on the Gotthard tunnel. Because of truck break downs inside the Gotthard road tunnel, last weekend's scenery repeated. On this occasion, one recalls that the Swiss set themselves the objective to move goods from street to rail when they decided, more than 20 years ago, in favour of the Alpine Protection Initiative. For this purpose, the New Transalpine Rail Link (NEAT) was built for roughly 24 million Swiss Francs at Lötschberg and Gotthard. After the grand opening of the NEAT base tunnel in 2016 and the opening of the almost 20 km long Monte Ceneri base tunnel planned for 13 December 2020, the bottleneck problem south of Lugano remains. Now, which projects are pending until 2050?

During this period the focus will be the bypassing of Milano and the link right up to the Mediterranean Sea to the large ports of transshipment of Genoa and Vado Ligure. The Italian government with minister Graziano Del Rio promised an opening of the base tunnel under the "Apennines - Terzo Valico" to the Ligurian coast by 2020.

Every 3 years since 2011, the cities Lugano and Genoa have been organising alternately in Lugano and Genoa a symposium for the public and politics with the participation of the Swiss ambassador in Rome. Besides ambassador Giancarlo Kessler (centre) and Prof. Rico Maggi (right, in the picture with Maurice Campagna left), representatives from science and business also participated on 10 April. Moderated by the Swiss Academies of Arts and Sciences, this year's topic focused on cross-border, sustainable mobility and its relevance for the prosperity in times of rapid social and economic change. The high-level Italian guests and speakers from Switzerland introduced new approaches to overcome bureaucratic bottlenecks. It is not just about environment protection but also about competitiveness of the regions southern of the Rotterdam – Duisburg – Trans-Eurasia line. For both Northern Italy and Switzerland there is a risk to be bypassed by large operators via sea and rail. Speeding up the infrastructure project Northern Switzerland – Alps – Piedmont – Lombardy – Liguria – Mediterranean with new logistics is a crucial component.
 

Präsidiale Klima-Diskussionen


Neuste Zahlen zu bekannten Risiken des Klimawandels an die Adresse der Weltöffenltichkeit. Dies präsentierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen des Workshops «Climate Change and Global Risks» am diesjährigen World Economic Forum in Davos mit führenden Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft. Als prominentester Gast am «Arctic Base Camp» stand Al Gore, ehemaliger US Vizepräsident und Friedens-Nobelpreisträger, am Rednerpult. Er lancierte die Idee eines «globalen Marshall Plan», um das Fortbestehen unserer Zivilisation langfristig zu sichern. Gore erinnerte daran, dass die Grundlagen zur Verminderung der Risiken des Klimawandels vorhanden sind. Jetzt sei es an der Zeit, diese verbindlich umzusetzen. In Zeiten abnehmenden Forschungsmittel forderte er die Wissenschaftscommunity auf, ihre Kräfte zu bündeln. Am Workshop nahmen unter anderem Christiana Figueres, Generalsekretärin des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC), Botschafter Stefan Flückiger, Staatssekretär Mauro dell’Ambrogio, ETH-Ratspräsident Fritz Schiesser, Konrad Steffen, Direktor des Eidgenössischen Forschungsinstituts für Wald, Schnee und Landschaft, und Akademien-Präsident Maurice Campagna teil.
 

Neue Moleküle, detaillierte Strukturen, Aufbau von Materialien


Am 5. Dezember 2016 wurde am Paul Scherrer Institut (PSI) die zukunftsweisende Grossforschungsanlage in Betrieb genommen: der Röntgenlaser SwissFEL. Mit kurzen Pulsen von Röntgenlicht mit Lasereigenschaften können Forschende extrem schnelle Vorgänge wie die Entstehung neuer Moleküle bei chemischen Reaktionen verfolgen, die detaillierte Struktur lebenswichtiger Proteine bestimmen oder den genauen Aufbau von Materialien klären. Dabei werden die Forschenden Einblicke gewinnen, wie sie mit heute verfügbaren Methoden nicht möglich sind. An der Einweihungsfeier erklärte Prof. Joël Mesot, Direktor des PSI, persönlich die Details des SwissFEL.
 

Präsidenten unter sich


An der Verleihung der Balzan Preise 2016 in Rom haben sich die Wege von Akademien-Präsident Maurice Campagna und dem italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella gekreuzt. Auf höchster internationaler Ebene konnten die Anliegen der Wissenschaftsgemeinschaft in politische Entscheidgremien eingebracht werden. Die nationalen Akademien müssten sich mit vereinten Kräften diese Herausforderung zum Wohle der ganzen Gesellschaft annehmen. Mattarella habe empfohlen, die Kontakte mit dem Ministero degli Esteri auf Arbeitsebene zu pflegen, berichtet Maurice Campagna aus Rom.
 
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