Die Autonomie der Hochschulen darf nicht eingeschränkt werden
Bern, 31. Januar 2008. In ihrer Stellungnahme zum Bundesgesetz über die Förderung
der Hochschulen und die Koordination im schweizerischen Hochschulbereich (HFKG)
fordern die Akademien der Wissenschaften Schweiz, dass ein möglichst hohes Mass
autonomer Entwicklungsmöglichkeiten der Hochschulen gewährleistet und die
Grundsätze der Freiheit von Forschung und Lehre im Gesetz verankert werden.
Die akademien-schweiz beurteilen das neue Bundesgesetz als grundsätzlich positiv.
Sie sind der Ansicht, dass damit die Zusammenarbeit zwischen dem Bund, den
Universitäten, den Eidgenössischen Hochschulen sowie den Fachhochschulen
begünstigt wird. Weiter begrüssen die akademien-schweiz die Verstärkung des
Engagements des Bundes in der Finanzierung sowie die Finanzierung des
Hochschulsystems nach einheitlichen Prinzipien. Ob die Anzahl der Studierenden ein
geeignetes Mass für die Bemessung des Finanzbedarfs sein kann, wird von den
akademien-schweiz hingegen bezweifelt. Sie sprechen sich für ein Modell aus, mit
dem auch die Exzellenz in der Lehre oder der Forschung abgegolten wird.
Dem Element der «zentralen Steuerung» stehen die akademien-schweiz kritisch
gegenüber. Sie stimmen einer zentralen Steuerung nur unter der Voraussetzung zu,
dass dadurch Autonomie, Selbständigkeit und Eigeninitiative der Hochschulen nicht zu
stark eingeschränkt wird. Autonomie wiederum muss durch die Hochschulen
verantwortungsbewusst wahrgenommen und transparent kommuniziert werden. Die
Akademien der Wissenschaften Schweiz fordern, dass ein möglichst hohes Mass an
autonomer Entwicklungsmöglichkeiten der Hochschulen gewährleistet und die
Grundsätze der Freiheit von Forschung und Lehre im Gesetz verankert werden.
Ungenügend finden die akademien-schweiz, wie auch der Schweizerische
Nationalfonds, die Verbindung des HFKG zum Forschungsgesetz. Die Akademien der
Wissenschaften Schweiz legen Wert darauf, dass das neue Forschungsgesetz eine
verlässliche Finanzierung der Schweizer Forschung und der Forschungsförderungsinstitutionen
sicherstellt. Sie befürworten eine verwaltungsunabhängige
Forschungsplanung und -förderung.
Download der Stellungnahme (pdf)
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Kontaktadresse:
Dr. Markus Zürcher, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Akademien der
Wissenschaften Schweiz
c/o SAGW, Hirschengraben 11, 3001 Bern, Tel. 031 313 14 40
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