Dr. Cornelia Hagmann

Biographie

Frau Dr. Cornelia Hagmann ist Oberärztin in der Klinik für Neonatologie am Universitätsspital Zürich.

Nach ihrer universitären Ausbildung an der Universität Basel war Cornelia Hagmann als Assistenzärztin am Kantonsspital Bruderholz, am Kinderspital der Universität Basel sowie am Kinderspital in Luzern tätig. Danach war sie am Hammersmith Hospital und am University College Hospital in London tätig, wo sie als Clinical-, Neuroimaging- und Research-Fellow tätig war. Seit 2009 arbeitet Cornelia Hagmann am Universitätsspital Zürich.
 

Projekt:
Vorhersagewert von seriellen Elektroenzephalographien und der Magnetresonanztomographie
für Läsionen der weissen Hirnsubstanz und für die Entwicklung der Frühgeborenen

Die Inzidenz von Frühgeborenen, welche unter der <32 Schwangerschaftswoche geboren werden, beträgt 1-2% pro 1000 Lebendgeborenen. Die Überlebenschancen dieser Frühgeborenen haben sich innert den letzten zehn Jahren verbessert. Obwohl die intensivmedizinischen Verbesserungen zu höheren Überlebenschancen führen, weisen bis zu 50% der Überlebenden motorische, kognitive und/oder psychologische Probleme auf, welche ihre Schulleistungen und später ihre akademischen Leistungen beeinträchtigen. Hirnmagnetresonanzstudien haben aufgezeigt, dass eine Mehrheit dieser Frühgeborenen diffuse Läsionen der weißen Hirnsubstanz aufweisen. Zusätzliche Läsionen der Hirnrinde, sowie der Basalganglien und des Kleinhirns sind beschrieben. Der Zeitpunkt der Entstehung dieser Läsionen sowie der genaue Zusammenhang zwischen diesen Hirnläsionen und der späteren neurologischen Funktion sind jedoch noch unklar. Experimentelle Studien haben neuroprotektive Interventionen aufgezeigt, welche die Entstehung solcher Hirnläsionen verhindern können. Eine klinische, randomisierte neuroprotektive Studie mit Erythropoetin wird zurzeit schweizweit unter der Führung der Neonatologie des Zürcher UniversitätsSpitals durchgeführt.
Magnetresonanz (MRI)- und Hirnstromkurvenuntersuchungen (EEG) sind etablierte diagnostisch klinische Forschungsuntersuchungen, welche die Hirnstruktur und die Hirnfunktion aufzeigen können. Das Ziel dieses Projektes ist es
  1. mittels seriellen EEG ab Geburt und einem MRI am errechneten Termin die Entstehung und Entwicklung dieser Hirnläsionen zu untersuchen,
  2. einen robusten Biomarker zu evaluieren, um zukünftige neuroprotektive, interventionelle Studien zu monitorisieren und zu steuern und
  3. die präzise Langzeitprognosestellung der Frühgeborenen zu verbessern, sodass Frühförderung individuell angepasst werden kann.
 

Stipendien 2011

Zwei Ärztinnen erhalten ein Stipendium «For Women in Science» zur Unterstützung ihres Forschungsprojekts:

Dr. Cornelia Hagmann

Klinik für Neonatologie, Universitätsspital Zürich

PD Dr. Viviane Hess
Medizinische Onkologie, Universitätsspital Basel